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Susis Touren-Highlights 2016

Hohe Gipfel, malerische Fjorde und ein wilder Klettersteig. Eine Auswahl meiner schönsten Bergtouren.

2016 war ein gutes Jahr. Noch nie habe ich innerhalb von 12 Monaten so viele Touren gemacht. Wie jedes Jahr habe ich es nicht geschafft, ein ordentliches Tourenbuch zu führen und so den Überblick verloren, wie viele es schlussendlich geworden sind. Wie jedes Jahr habe ich mir zu viel vorgenommen. Zu viel. In die Schweiz und nach Frankreich fahren? Fehlanzeige. Klettern in den Dolomiten? Nö. Dafür bin ich drei unglaubliche Wochen durch Norwegen gereist und  habe danach mehr Zeit denn je in meinen Heimatbergen verbracht.

Gleichzeitig sind wir mit Berghasen voll durchgestartet. Es macht mich stolz, wie toll der Blog und unsere Social-Media-Kanäle ankommen. Wie herzlich ihr bei unseren Unternehmungen mitfiebert, uns Rückmeldungen gebt und uns neue Perspektiven eröffnet. Danke liebe Leser, ohne euch wären wir jetzt nicht da, wo wir sind.

Zugegeben, aus einem ganzen Jahr voller Bergabenteuer die besten fünf herauszufiltern, gleicht der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Jede einzelne war auf ihre Art besonders. Durch die Leute, die mich begleitet haben, die Landschaft, das Panorama am Gipfel, die Sonnenstrahlen auf der Haut, der Duft des Grases oder die Firnabfahrt.

Nicht immer war ich motiviert, zu jeder Tour auch einen Beitrag für unsern Blog zu verfassen. Aus jenen, bei denen ich es geschafft habe, habe ich euch meine fünf Highlights herausgepickt. Countdown läuft!

5. Skitour auf den Hocharn: vom Nebel ins Licht

Der Hocharn gehört für mich zur Skitourensaison wie das Amen im Gebet. Einmal im Jahr, am besten im Spätwinter, zieht es mich hinein ins Raurisertal, um den Hocharn über seine gewaltige Süd-Ost-Flanke zu besteigen. Die Tour gilt als eine der schönsten Skitouren in den Ostalpen.

Dieses Jahr hat uns der Hocharn zuerst mit sommerlichen Temperaturen empfangen. Kurz unterhalb des Gipfels sah es plötzlich so aus, als müssten wir umkehren. Fast unbemerkt hat uns plötzlich Nebel umhüllt. Eingeschlossen von einer dichten Wolke und getrieben vom Wind versuchten wir, die Spur nicht aus den Augen zu verlieren. Innerhalb eines Wimpernschlags verpuffte der Nebel plötzlich wieder. Und die Wolke spuckte uns auf dem Gipfel aus. Die Aussicht: einmalig wie immer.

Die ganze Geschichte zur Tour könnt ihr hier nachlesen. 

4. Bispen und Kongen: auf Norwegens Bischof und König klettern

Gipfelpanorama.

Während meines Urlaubs in Norwegen habe ich viele Touren unternommen. Eine jede von ihnen hatte ihren ganz besonderen Reiz. Die Besteigung des Bispen und Kongen war deshalb ein echtes Highlight, weil die Tour reizvolle Kletterei mit sämtlichen Norwegen-Klischees verbindet. Vom Gipfel blickt man auf glasklare Seen, Gletscher, dunkle Nadelwälder, wilde Täler und Fjorde, die in unnatürlich wirkendem Blau schimmern.

Neugierig? Dann lest mal rein.

3. Hochkönig-Überschreitung über den Königsjodler

Der Königsjodler-Klettersteig verbunden mit der Überschreitung des Höchkönig-Massivs war vielleicht die körperlich anstrengendste Tour in diesem Jahr. Dass ich an dem Tag zusätzlich von Fieber und starken Halsschmerzen geplagt wurde, hat die Sache nicht einfacher gemacht. Noch nie ist mir ein Abstieg so verdammt lange vorgekommen wie an diesem Tag. Aber genau diese Bedingungen haben die Tour zu einem echten Highlight gemacht.

Wie es mir auf der Tour ergangen ist, könnt ihr hier nachlesen.

2. Besseggen: Norwegens berühmtester Grat

Fassungslos sehe ich mich auf dem Besseggen-Grat stehen. Nie zuvor habe ich eine vergleichbare Landschaft gesehen. Der Grat misst an seiner schmalsten Stelle nur mehr wenige Meter. Von diesem Aussichtspunkt aus wirkt er wie ein fragiles, dünnes Mauerteil, das mit letzter Kraft versucht, den dunklen See in seinem Becken zu halten. 400 Meter tiefer zieht sich der Gjendesee durch das schmale Tal. Dieser Ort ist magisch. Unglaublich. Man kann sich einfach nicht ausmalen, mit wie viel Zufall die Natur eine Landschaft solcher Einzigartigkeit formen konnte.

Kommt mit auf diese einzigartige Reise. 

1.  Über den Stüdlgrat auf den Großglockner

Glücksmoment.

Ein Klassiker. Ich weiß. Schon tausendmal beschrieben. Ich weiß. Für viele das größte Wunschziel. Für viele nichts Besonderes mehr. Für mich, das gebe ich ehrlich zu, war die Besteigung des Großglockners dieses Jahr ein Muss. Ich wollte es erzwingen. Umso bitterer war der erste Versuch im Winter, als Vroni und ich wegen Schlechtwetters, Sturm und Nebel kurz unterhalb des Kleinglockners umkehren mussten.

Verbittert habe ich seither nach Tagen gesucht, die eine Besteigung zuließen. Mal war das Wetter schlecht, mal hatte niemand Zeit. Dann war der Schnee weg. Später kam der lange Norwegen-Urlaub. Im September hat schließlich alles gepasst: Begleitung, Wetter und zwei freie Tage unter der Woche. Nach ausgedehnter Völlerei auf der Stüdlhütte am Vorabend sind wir bei Bilderbuchbedingungen über den Stüdlgrat aufgestiegen. Unten ein Nebelmeer, oben wolkenloser Himmel, warmer Fels und den höchsten Berg Österreichs ganz für uns allein.

Wie ich mit dem Großglockner Frieden geschlossen habe.

About Susi

Sportstudentin und Bergliebhaberin. Bloggt auf www.berghasen.com

3 comments on “Susis Touren-Highlights 2016

  1. Das sind ja wie immer die Hammer Fotos das jeden Bergfreak der Herz höher schlagen lässt ! Einfach nur super !!!!

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