Bergtouren Touren

Hochgolling: bedrohend schön

Selten wirkt ein Berg derart schön und bedrohlich zugleich. Drei Varianten ihn zu besteigen.

Der Hochgolling (2863) ist nicht nur der höchste Gipfel der Niederen Tauern, er ist wohl auch der markanteste. Seine 1.200 Meter hohe Nordwand verleiht ihm sein unvergleichbares Profil.

Dunkel und bedrohlich wacht sie über dem „Gollingwinkel“, einer flachen Bergwiese, die an drei Seiten von mächtigen Felswänden geschützt wird. Der Gollingwinkel gilt gemeinsam mit der Nordwand als einer der schönsten Talschlüsse Österreichs.

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Der Hochgolling sollte nur für erfahrene Wanderer Ziel einer Bergtour sein. Die Länge der Tour – rund 18 Kilometer – macht eine gute Kondition unabdingbar, besonders der letzte Anstieg zum Gipfel erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

Wir präsentieren euch drei Varianten, den Hochgolling zu besteigen. Hier ist auf jeden Fall für jeden Wandertyp etwas dabei.

Für Ausdauernde

Die wilden Hunde unter euch können die Tour locker an einem Tag in Angriff nehmen. Vom Parkplatz am Riesachfall im Untertal in Schladming, geht es zunächst zur Gollinghütte und von dort aus weiter auf den Gipfel. Für den Aufstieg solltet ihr bei normalem Tempo etwa fünf bis sechs Stunden einplanen, für den Abstieg gute vier. Bei dieser Variante heißt es früh aufstehen, um der sengenden Nachmittagshitze zu entgehen, die einem vor allem beim Abstieg gnadenlos verfolgt und die letzten zwei Stunden zu einer Ewigkeit werden lassen kann.

Für Alltagsliebende

Wer auch am Berg nicht auf die Annehmlichkeiten des Alltags verzichten will, kann eine Nacht auf der Gollinghütte verbringen und den Aufstieg gemütlich am nächsten Tag fortsetzen.

Die idyllische Hütte liegt an einem kleinen Wasserfall am Eingang zum Gollingwinkel. Von Mitte Juni bis Anfang Oktober bewirtschaftet, bietet die Gollinghütte ihren Besuchern 80 Übernachtungsplätze. Auf der beschaulichen Terrasse, begleitet vom Rauschen des Gebirgsbachs, könnt ihr euch steirische sowie nepalesische Schmankerl schmecken lassen.

Für Abenteurer

Ihr sucht einen guten Platz zum Zelten am Berg? Der einzigartige Talboden des Gollingwinkels bietet die perfekte Szenerie für eine Nacht unter freiem Himmel. Zwar muss man sich anfangs erst an die bedrohliche Erhebung der Nordwand des Hochgolling gewöhnen, die grasenden Pferde, die saftige Wiese und die plätschernden Bächlein verbreiten allerdings sofort ein heimeliges Gefühl. Über die Wasserversorgung müsst ihr euch keine Gedanken machen. Der Hochgolling speist viele kleine Bächlein, die für genügend Trinkwasser sorgen.

Bis zum Gipfel

Der Zugstieg erfolgt bis etwa 200 Höhenmeter unterhalb der Gollinghütte entlang des Steinriesbaches auf einer flach ansteigenden Forststraße (Nr. 778). Nach dem Ende des Schotterweges schlängelt sich ein gut beschilderter Steig in Serpentinen bis zur Hütte hinauf. Von dort aus führt der Pfad weiter in den düsteren Gollingwinkel hinein. Spätestens jetzt steigt der Steig bis zur Gollingscharte auf 2300 m stark an. Nach der Scharte leitet der Weg über steiniges Gelände entlang der Westflanke gipfelwärts. Etwa 300 Meter höher trifft man auf eine Weggabelung, an der man den Normalweg weiterfolgen, oder über den Nordwestgrat (II-) zum Gipfel klettern kann.

Oben angekommen wartet ein fantastischer Rundblick über die Niederen Tauern. Fast auf Augenhöhe mit dem Dachstein ein lohnender Gipfelsieg.

Wie du hinkommst

Ennstal-Bundesstraße B 320 bis nach Schladming, Abfahrt Rohrmoos/Untertal, weiter ins Untertal und auf der Mautstraße bis zum Parkplatz Riesachfälle.

Zusatztipp Riesachsee

Wer in der Hütte oder im Zelt übernachtet, sollte vor dem Aufstieg unbedingt noch in den Riesachsee hüpfen. Die Wanderung über die Riesachfälle ist abenteuerlich. Oben kann man sich bei einer Jause in der Kaltenbachalm noch kräftig den Magen stärken, bevor es in Richtung Hochgolling geht.

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