Dieses selbstgemachte Knuspermüsli ist der perfekte Start in einen sportlichen Tag!
Dieses selbstgemachte Knuspermüsli ist nicht nur herrlich crunchy, sondern auch voller guter Zutaten: verschiedene Bio-Getreideflocken, Nüsse, Samen und ein Hauch Zimt sorgen für Geschmack und Energie für lange Tage am Berg.
Die Zubereitung geht ganz einfach und du weißt genau, was drin ist – die Mischung kannst du ganz nach deinem Geschmack variieren.
Einmal vorbereitet, begleitet dich ein großes Glas dieses Müslis viele Frühstücke lang. Mit Joghurt oder Hafermilch vermischt und frischem Obst garniert startest du perfekt in jeden sportlichen Tag.
Die Zutaten für dieses Müsli haben übrigens eine ganz besondere Geschichte. Diese erfährst du am Ende des Beitrags. Also lies gerne weiter!

Altes Getreide,
regional angebaut
Das Getreide für das Müsli stammt vom Biohof Gschwendt aus Bischofshofen. Dort, am Fuße des Hochkönigs, baut der junge Pongauer Emil Platzer alte, in Vergessenheit geratene, Getreidesorten an.
Seine Bio-Produkte sind mit dem SalzburgerLand Herkunfts-Zertifikat ausgezeichnet.
Zutaten für mein selbstgemachtes Knuspermüsli
- 1 kg Haferflocken (am besten zarte und körnige gemischt)
- 500 g Dinkelflocken
- 150 g Gerstenflocken
- 50 g gepuffter Quinoa und/oder Amarant
- 200 g gemischte Nüsse (grob gehackt)
- 5 EL Samen (Leinsamen, Kürbiskerne, Hanfsamen etc.)
- 1 TL Zimt
- 1 Prise Salz
- 10 EL Honig, Ahornsirup oder Reissirup (auch gemischt möglich)
- 100 ml geschmacksneutrales Öl
- 50 g gefriergetrocknete Erdbeeren und/oder Himbeeren
Die Menge füllt etwa ein 4-Liter großes Einmachglas.
Zubereitung: Selbstgemachtes Knuspermüsli
- Das Backrohr auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen
- Alle trockenen Zutaten (bis auf die gefriergetrockneten Beeren) in einer großen Schüssel vermengen.
- Samen, Zimt und Salz hinzufügen.
- Das Öl und den Honig (oder Ahornsirup, Reissirup) hinzufügen und gut gut vermischen.
- Der Honig und auch Ahorn- oder Reissirup sorgen dafür, dass die Masse etwas klumpig wird – beim Backen entsteht so das typische Granola.
- Die Masse dünn auf einem mit Backpapier belegtem Blech verteilen (die Masse muss auf 2-3 Chargen gebacken werden).
- 15-20 Minuten knusprig backen. Nach 10 Minuten eventuell umrühren.
- Das Müsli aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. Zum Schluss die gefriergetrockneten Beeren hinzufügen.
- In ein großes Einmachglas füllen und mehrere Wochen lang genießen.
Anrichten
Tipp: Mir schmeckt das Müsli am besten mit einem cremigen Naturjoghurt. Mit saisonalem, frischem Obst oder Beeren garniert, ist es der perfekte Start in einen aktiven Tag. Hast du gerade kein frisches Obst zu Hause, kannst du das Müsli auch mit einem Löffel Marmelade toppen. Richtig gut finde ich die “wilde Pflaume”-Konfitüre vom Biohof Gschwendt.
Wo der Dinkel wächst
Das Getreide für dieses Müsli stammt vom Biohof Gschwendt aus Bischofshofen. Dort, am Fuße des Hochkönigs widmet sich Emil Platzer einer Aufgabe, die im alpinen Raum fast in Vergessenheit geraten ist: dem Anbau von Getreide.

© Franziska Waha
Früher gehörten Getreidefelder selbstverständlich zur bäuerlichen Kulturlandschaft im Pongau – selbst in höheren Lagen. Doch mit der Spezialisierung vieler Betriebe auf Viehwirtschaft und der Konkurrenz aus günstigeren Anbauregionen verschwand diese Tradition bei uns nach und nach.
Während seines Studiums an der Universität für Bodenkultur in Wien entdeckte Emil Platzer diese alten Getreidesorten neu. Für seine Diplomarbeit baute er am heimatlichen Hof testweise Winterweizen an. Und mit der Ernte der ersten Ähren begann 2017 für den jungen Pongauer eine neue Ära.
Alte Ähren, neue Ära
Auf dem Biohof Gschwendt werden heute wieder alte, regionale Sorten kultiviert – darunter historische Getreide wie die Pumpergerste oder der Rinner Winterweizen. Diese Sorten wurden über Generationen hinweg an das alpine Klima angepasst und sind Teil eines wertvollen landwirtschaftlichen Erbes.



Der junge Pongauer Emil Platzer geht alte Wege. Auf seinem Hof in Bischofshofen baut er fast in Vergessenheit geratene Getreidesorten an. © Franziska Waha
Mit viel Engagement und Handarbeit baut Emil Platzer sein Getreide biologisch und bodenschonend an und verarbeitet sie direkt am Hof weiter – zu Produkten wie Flocken, Mehl oder Rollgerste.
Unter dem Namen Pongauer Troad knüpft er damit an eine jahrhundertealte Getreidekultur an und zeigt, dass diese alten Sorten mit unserem rauen Klima hervorragend zurechtkommen.
Getreide aus den Bergen
Jetzt, so kurz nach dem Winter, deutet noch nichts darauf hin, dass auf den Feldern rund um Emils Hof in einigen Wochen gold leuchtende Ähren im Wind rauschen werden.
Nur, wer genau hinsieht, erkennt zwischen den Schneeflecken die Sprossen der Saat, die Emil bereits vergangenen Herbst ausgetragen hat. Über den Winter schlummern die Keime unter der Schneedecke. Fast ein Jahr vergeht nach der Aussaat, ehe das Getreide im August erntereif ist und Emil mit seinem Mähdrescher ausrückt.


„Den Großteil des Jahres verbringe ich mit Warten“, scherzt Emil. Was er damit sagen will: einmal ausgesät, ist Getreide sehr pflegeleicht. Vorausgesetzt, der Boden passt.
Arbeit hat Emil trotzdem genügend; kümmert er sich doch um alles selbst – vom Anbau, über die Ernte und die Verarbeitung des Getreides bis zum Vertrieb seiner Produkte.
Wer zu Hafer-, Dinkel- oder Gerstenflocken vom Biohof Gschwendt greift, holt sich nicht nur hochwertige Bio-Zutaten – sondern auch ein Stück regionaler Geschichte und gelebter Vielfalt aus den Salzburger Bergen. Das Getreide kannst du direkt in Emils Webshop bestellen. Oder du schaust im Pongauer Bauernladen in St. Johann oder Schwarzach vorbei!
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Mir gefallen eure Artikel und Tipps immer. Bravo und danke. Dein Buch habe ich auch in der örtlichen Buchhandlung gekauft und die aktuelle Werbung ist für örtliche Produkte und nicht für Amazon und so. Daher alles insgesamt top.
Gruß Rolf
Lieber Rolf, vielen Dank für die liebe Nachricht – das freut mich sehr!
Ganz liebe Grüße, Susi
Liebe Susi, das selbstgemachte Knuspermüsli ist einfach das Beste.
Danke für das Rezept, habe immer eins zu Hause und wenn es ausgeht wird sofort nachproduziert.
Spannend auch der Beitrag über den Bio-Getreidehof in Bischofshofen!
Des gfreit mi 🙂
Ich esse jeden Tag Müsli, aber nie crunchy. Ich gebe zu, es hat geschmacklich und sensorisch was, aber für mich zu viel unnötige Bestandteile wie Öl und die Süßungszutaten. Trotzdem sieht das Rezept sehr lecker aus.
Warum hältst du Öl für einen unnötigen Bestandteil? Fette, vor allem pflanzliche, sind essenziell für viele Körperfunktionen!
ja, aber davon nimmt man doch sowieso schon genügend zu sich. Ich bei den Mahlzeiten jedenfalls