Skitouren Touren

Auf Frühjahrstour! Die besten Tipps der Berghasen-Community

Wir haben mit Fans und Freunden die reizvollsten Frühjahrsskitouren zusammengetragen. Holt euch Inspiration für die letzten Tage auf Schnee!

Die Skitourensaison so lange hinauszögern wie möglich. Das ist es, was wir alle wollen. Mit dieser Sammlung an genialen Frühjahrsskitouren dauert der Winter bis in den Sommer hinein.

Wir bedanken uns bei allen, die mit Ratschlägen und Tipps zu diesem Artikel beigetragen haben. Dies ist euer Werk.

Von Obergurgel auf die Liebenerspitze und den Hochfirst

Andy Klein schickt uns von Obergurgel auf zwei Prachtgipfel in den Hohen Tauern. Die Liebenerspitze und der Hochfirst überragen beide die 3.000 Meter und bieten alles, was man sich von einer hochalpinen Frühjahrstour erhofft: ein langer Aufstieg mit Gletscherquerung, spektakuläre Abfahrtsvarianten und technische Herausforderungen.

Der Aufstieg erfolgt über das Gaisbergtal. Danach eröffnen sich laut Andy mehrere Optionen: Entweder man besteigt gleich links, nordseitig den Hochfirst, oder die Liebenerspitze zur Rechten ebenfalls nordseitig. Die Liebenerspitze könnt ihr auch über den Westgrat besteigen.

Ötztal: Skitour auf den Schalfkogel

Unsere Blogger-Kollegin Erika von www.ulligunde.com macht Lust auf eine Skitour auf den Schalfkogel. Die Besteigung ist technisch nicht allzu schwer, wird dafür mit einer sensationellen Aussicht belohnt.

Diesen Tipp hat uns auch Andy Klein zukommen lassen, der eine Übernachtung auf der Langtaleregghütte empfiehlt, falls man von Obergurgel nicht an einem Tag auf den Gipfel steigen will. Weitere schöne Ziele von der Hütte aus sind die Hochwilde, der Mittlere und Hintere Seelenkogel sowie die Falschungspitze (ein absoluter Geheimtipp).

Hintere Schwärze Nordwand

Ulligunde wäre nicht ulligunde, würde sie nicht eine Nordwand-Tour aus dem Ärmel schütteln. Mit uns teilt sie ihren ersten Durchstieg durch eine Nordwand überhaupt. „Die Hintere Schwärze ist meiner Meinung nach der (optisch) schönste Gipfel der Ostalpen und egal ob Nordwand oder Normalweg definitiv eine großartige, lange Unternehmung.

Zum wirklich fesselnden Bericht von Erika geht’s hier lang. 

Auf die Ruderhofspitze in den Stubaier Alpen

Von Sabrina und Christian von WUSA ON THE MOUNTAIN haben wir nichts anderes als ein absolutes Frühjahrsschmankerl erwartet. „Wir empfehlen die grandiose Frühjahrstour auf die Ruderhofspitze (3.473 m) von der Franz-Senn-Hütte aus. Dort wartet ein wunderschöner, langer Grat und am Gipfel noch eine kurze, leichte Kletterei.“ Das Bild ist vom Frühjahr 2016.

Den Bericht der WUSAs könnt ihr euch hier durchlesen.

Mal anders: Skitour auf den Großen Priel

Der Große Priel ist zwar ein genialer Berg, er kommt einem aber nicht als erstes in den Sinn, wenn man auf der Suche nach einer Frühjahrsskitour ist. Marlies von Hochzwei.media ist sich sicher: „Der Große Priel gehört definitiv mit ins Spiel! Tolle Tour im Toten Gebirge, von Hinterstoder (605 m) sicher kein Katzensprung auf den höchsten, alleinstehenden Oberösterreicher (2.515 m), der aber tierisch Freude bereitet. Als Zwischenstopp gibt’s das Prielschutzhaus -mit abartig gutem Karottenkuchen … und Kaspressknödelsuppe … oder was das Herz sonst so begehrt.“

Einen ausführlichen Bericht zur Tour aus dem letzten Jahr gibt’s hier. Das Bild oben ist von heuer. 

Mit Ski zum Klettervergnügen an der Roten Wand

Hochzwei.media schlagen uns noch eine coole Kombo aus Ski- und Klettertour vor. „Empfehlenswert für alle, die gerne gut kombinieren (Skischuhe mit Kletterschuhen) und sich in alpinem Ambiente pudelwohl fühlen: Mit den Tourenskiern auf die Wurzeralm, weiter ins Brunnsteinerkar, von dort lacht sie schon herunter, die markante überhängende Rote Wand – mit einigen interessanten, eher schwierigeren Kletterrouten. Wir kletterten vor ein paar Wochen „Weil er lacht, weil er lebt“ (VIII-).“

Mont Blanc über den Bossesgrat

Joachim Roth schickt uns diese spektakulären Eindrücke vom Mont Blanc. Er hat den höchsten Gipfel der Alpen über den Bossesgrat erklommen und berichtet von perfekten Bedingungen. Es sei in den letzen Tagen nur wenig Neuschnee gefallen – die Lawinensituation also sehr entspannt. Für alle, die den Alpen-Klassiker heuer noch vorhaben: wappnet euch vor den letzten 200 Höhenmetern. Diese würden sich laut Joachim nochmals ordentlich anhängen.

Großvenediger – DER Salzburger Frühjahrsklassiker

Eilt! Perfekte Bedingungen am Herrscher über die Salzburger Gebirgswelt. Für Lucia-Maria Strohmeier ist der Großvenediger die grand homme der Salzburger Frühjahrsskitouren. „Wir sind zuerst via Allradtaxi auf die Johannishütte. Ab dort warten 1.600 Höhenmeter sonniger Aufstieg bis zum Gipfelgrat. Besonders cool ist der Rückweg über feinen Gletscherfirn und zahlreiche Abfahrtsvarianten“, erzählt und Lucia.

Hochkönig durchs Ochsenkar

Dieser Tipp ereilt uns von Franz Althuber. Warum die ideale Frühjahrsskitour, Franz? „Durch den Hohen Startpunkt beim Arthurhaus auf über 1.500 m muss man die Ski nur  25 Minuten bis zur Mitterfeldalm tragen, bevor man in östliche bzw. nordöstliche Exposition ins Ochsenkar quert und bis zum Gipfel Schnee vorfindet. Von der Schoberscharte entweder dem Hochkönigsteig/Schweizersteig folgen, oder von der Schoberscharte direkt westlich auf die Übergossene Alm rund 50 Höhenmeter abfahren und einen einsamen Weg bis zum Gipfel anspuren. Landschaftlich traumhafte 1.700 bis 1.800 Höhenmeter Tour mit Blick über die gesamten Berchtesgadener Alpen, Tennengebirge, Dachstein, Niedere und Hohe Tauern.“

Von der Essener- und Rostocker-Hütte auf die Mittlere Malhamspitze

Natürlich haben auch Vroni und ich in den letzten Wochen fleißig Frühjahrstouren absolviert. Die geballte Ladung unserer Highlights bekommt ihr jetzt geliefert. Ich habe mein Base-Camp für einige Tage in Osttirol auf der Essener- und Rostocker-Hütte aufgeschlagen. Wer erst dem Tale entflohen ist und die Skier bis zur Hütte hochgetragen hat, dem eröffnet sich ein weitläufiges Firnparadies.

Eine einfache Skitour, die für jedermann machbar ist, führt von der Hütte auf die Mittlere Malhamspitze. Das Grandiose: die Firnabfahrt zieht sich über 1.000 Höhenmeter und verläuft über die spaltenarme Gletscherzunge des Südlichen Malhamkees. So kann man seine volle Konzentration den Schwüngen durch feinen Firn widmen, ohne Gefahr zu laufen, diverse Spalten zu übersehen.

Wie ich auf den Gipfel gekommen bin, auf den ich gar nicht wollte, erzähle ich euch hier. 

Großer Geiger: Aussichtsberg in der Venediger Gruppe

Der Große Geiger ist nicht nur ein Etappengipfel auf der Hochtirol-Skiroute. Er wird gerne auch als Tagesziel von der Essener- und Rostocker-Hütte, oder direkt von Ströden im Virgental angesteuert. Der Weg zum Gipfel zieht sich zwar, ist aber trotz kurzer Gletscherberührung nicht allzu schwer. Dementsprechend gut besucht ist der höchste Punkt des Aussichtsberges. David Wallmann und ich haben es dennoch geschafft, den Gipfel für uns alleine zu haben. Sehr reizvoll: das Panorama bis zu den Drei Zinnen, die kurze Tragepassage am Grat und die steile Abfahrt entlang der Südwest-Flanke.

Dreiherrenspitze und Simonyspitze – eine starke Kombination

Gratkletterei, Gletscherquerung, Firnabfahrt – hier bleiben keine Tourengeher-Träume unerfüllt. Gut, den Sonnenbrand dritten Grades lasse ich mal außen vor. Zwar können Dreiherren- und Simonyspitze als eigenständige Skitouren angesteuert werden – eine Kombination der beiden Gipfel drängt sich aber regelrecht auf.

Wenige Höhenmeter fahren wir von der Dreiherrenspitze ab, queren dann über einen weitläufigen Gletscher zur Westlichen Simonyspitze hinüber und gelangen über die Südflanke zurück zur Essener- und Rostocker-Hütte. Eine perfekte Runde, die technisch und konditionell viel abverlangt.

Großer Geiger, Dreiherrenspitze, Simonyspitze: 2 Tage, 4 einsame Gipfel und 4.500 Höhenmeter. Die ganze Story!

Natürlich: Großglockner

Eine Frühjahrssaison ohne Glockner-Besteigung? Undenkbar! Die Bedingungen am höchsten Österreicher sind gerade unschlagbar. Ski anschnallen am Parkplatz spielt es allerdings nicht mehr. Etwa bis zur Lucknerhütte muss man die Bretter schleppen, bevor man auf Schnee weitergehen kann. Für flotte Tourengeher ist der Großglockner an einem Tag machbar. Wer die Tour lieber auf zwei Etappen aufteilt: die Stüdlhütte hat noch bis Mitte Mai geöffnet.

Wie Susi die Tagestour auf den Großglockner erlebt hat, könnt ihr hier nachlesen. 

Ortler über die Trafoier Eisrinne

Das Beste kommt zum Schluss. Diesem Naturgesetz wollen wir uns nicht widersetzen. Die Skitourensaison am Ortler läuft gerade erst an, die Berglhütte hat erst vergangenes Wochenende ihre Pforten geöffnet. Vronis perfektes Timing führt sie durch die Trafoier Eisrinne als eine der ersten in dieser Skitourensaison auf den höchsten Gipfel Südtirols. Die Bedingungen gerade: der absolute Oberhammer. Vorsichtig müsst ihr bei den Brücken der Gletscherspalten sein. Diese sind aufgrund des Schneemangels in Südtirol sehr schmächtig und tragen schlecht. Ein Highlight der Tour war für Vroni neben dem erfolgreichen Gipfelsieg und dem Ausflug in eine Gletscherspalte die urige Berglhütte, auf der es weder Strom noch fließendes Wasser gibt.

Hier könnt ihr Vronis Abenteuer am Ortler nachlesen. Da bleibt euch die Spucke weg. Versprochen. 

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