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Trattberg: einer für alle

Egal ob Mountainbiker, E-Biker oder Rennradfahrer. Am Trattberg kommt jeder auf seine Kosten.

Es ist Freitagvormittag und langsam radeln wir die ersten Kilometer durch Kuchl ein. Gestartet sind wir direkt vor der Haustür. Es geht über den Marktplatz hinweg Richtung Georgenberg, zwischen den Häusern durch bahnen wir unseren Weg. Nach vier relativ flachen Kilometern geht es nun langsam bergauf. Kuchl und die Häuser lassen wir hinter uns, dafür haben das Tennengebirge, das Hagengebirge und den Hohen Göll zur rechten fest im Blick. Noch kurz weiden unsere Blicke in den blühenden Wiesen, bevor der Wald sein schattiges Dach über uns bildet.

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Am Wegesrand sprießt überall der Bärlauch aus den Boden, mittlerweile blüht er sogar. So riesige Bärlauchblätter wie hier habe ich noch nie gesehen. Für kurze Zeit folgen wir der Bundesstraße Richtung St. Koloman, bevor der Weg für die Mountainbiker wieder nach links abzweigt. Auf einer ruhigen Straße passieren wir blühende Almwiesen, mächtige Bauernhöfen und schöne Anwesen. Die Aussicht auf Göll- und Untersberg-Massiv mit seinen schneebeckten Gipfeln ist überragend. Insgeheim fängt man an zu träumen, wie schön es wäre hier zu wohnen und jeden Morgen mit so einer Aussicht aufzuwachen und schlafen zu gehen. Immer wieder säumen Obstbäume mit ihrem prächtigen weißen Gewand den Weg.

Dann kehrt der Weg nach rechts und öffnet den freien Blick auf das schneebedeckte Dach desTennengebirges. Nach wenigen Kilometern, machen wir noch einmal einen kurzen Abstecher auf die Bundesstraße, bevor wir erneut nach recht abzweigen. Der Weg ist eindeutig mit Schildern Richtung Seewaldsee und Trattberg gekennzeichnet.

Sonne ade, Wald wir kommen

Der Wald schimmert in den unterschiedlichsten Grüntönen. Das frische Grün des Mooses am Boden bildet den perfekten Kontrast zum tiefen dunklen Grün der Fichten und Eibennadeln. Bei mäßiger Steigung fliegen die Kilometer nur so dahin und trotzdem dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis die Abzweigung nach links Richtung Trattberg erscheint. Insgeheim frage ich mich ob, das schon immer so lange war.

Doch dann die Abzweigung hinauf zum Trattberg! Zuerst führt die Straße zur Entspannung ein paar flache Meter ins Tal zurück. Zwei Motorradfahrer ziehen mit ihren Geländemaschinen locker an uns vorbei und stinken um die Wette.

Nach einigen wenigen Höhenmetern taucht die Mautstelle auf. Ab jetzt radeln wir in Serpentinen bis zum Gipfel hoch. Die Steigung ist angenehm und wir testen gleich mal, was die Oberschenkel hergeben.

Mit umgefallenen Bäumen, die quer über die Straße liegen, hinterlässt der Winter hier noch seine Spuren. Schon bald kommen wir aus dem Wald und radeln an der Enzianhütte vorbei. In nur wenigen Meter wartet ein unglaublicher Panoramablick auf das Tennengebirge, das Massiv des Hohen Gölls und den Seewaldsee. Wir folgen der Straße bis wir zu einem Aussichtspunkt gelangen. Hier genießen wir die Ruhe, den Ausblick und bald nicken wir in der Mittagssonne ein.

Für alle Wagemutigen unter euch gibt es einige weniger offizielle und noch weniger erlaubte Trails zurück ins Tal. Wir entscheiden uns heute aber für den offiziellen Weg über die Straße. Kurz hinter der Mautstelle fahren wir nach links Richtung Sommerau ab. Über kurze Gegenanstiege geht es hinab bis zur Römerbrücke. Von hier aus fliegen die letzten Kilometer nach Hause nur so dahin.

Das Ende einer gelungen Mountainbiketour und ein weiteres Puzzelteil in der Vorbereitung auf die Transalp im Sommer ist gelegt.

Tourdaten

Länge: 40 km
Höhenmeter: 1.200

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