News

Berge an, Kopf aus: Warum die Berge nicht nur dem Körper, sondern auch der Seele gut tun

Ein Gastbeitrag von Künstlerin Anja Dommel.

Heute steuert die Künstlerin Anja Dommel einen Gastbeitrag bei. In diesem Artikel spricht sie über die vielen positiven Effekte, die ein Aufenthalt in den Bergen auf uns hat. Denn vom Bergsteigen und Bergwandern profitiert nicht nur deine Fitness, sondern auch deine Psyche.

Und täglich grüßt das Murmeltier

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass der Großteil unseres Alltags in Innenräumen stattfindet? In kleinen und großen menschengemachten Boxen wird unser Leben von einer schnell getakteten Welt bestimmt. Wir haben uns daran gewöhnt, von einem Termin zum nächsten zu hetzen. Beruflich und privat. Damit kommen wir meistens auch ganz gut klar. Aber aus diesen routinierten Tagesabläufen entsteht schnell ein Täglich-grüßt-das-Murmeltier-Kreislauf, in dem wir uns an manchen Tagen ziemlich verloren fühlen.

Und während man so im Büro sitzt und sich durch einen völlig überladenen Schreibtisch und eine überquellende E-Mail-Inbox kämpft, bevor in 3 Minuten der nächste Video-Call ansteht, würde man eigentlich viel lieber einen Berg hochkraxeln…

Wahrscheinlich hast du – wie ich – ganz viele Fotos aus den Bergen auf deinem Handy. Die du in solchen Momenten sehnsüchtig anschaust.

Anja Dommel Künstlerin

Hast du dich eigentlich schon einmal gefragt, warum die Berge so eine magische Anziehungskraft auf dich ausüben? Warum du dich manchmal am liebsten mit einem Fingerschnips sofort dorthin teleportieren würdest?

Draußen sein, frei sein

Mal nicht funktionieren, einfach nur spüren: Den Bergwind in den Haaren, die pralle Sonne auf der Haut. Das ist etwas, das den meisten Menschen im vielbeschäftigten Alltag fehlt. Die Natur, das Draußen sein, ein Terminkalender ohne Termine, ein Smartphone im Flugzeugmodus. Wenn wir in die Berge gehen, genießen wir diese Dinge, auf die wir sonst verzichten. Befreit von den üblichen Verpflichtungen können wir uns einfach treiben lassen. Wir fühlen uns frei und ungezwungen.

Ein Ort, an dem Zukunft und Vergangenheit nicht existieren

Es ist typisch Mensch, in Gedanken manchmal ganz woanders zu sein. Im gestern oder morgen zu leben, statt im Augenblick. Vielleicht hast du, wie ich, schon einmal Yoga- oder Meditationskurse besucht, um zu lernen, mehr im Hier und Jetzt zu sein. Das kann tatsächlich ganz hilfreich sein.

Noch einfacher ist das aber – meiner persönlichen Erfahrung nach – in den Bergen. Hier ist es erstaunlich leicht, ganz im Augenblick zu leben. Denn wenn wir Richtung Berggipfel an unsere körperlichen Grenzen gehen, verlieren die vielen Gedanken und Sorgen, die wir im Tal zurückgelassen haben, an Gewicht.

Viel mehr am Leben, als im Alltag

Dass uns in den Bergen für gewöhnlich keine Arbeit, keine lästigen Termine erwarten, ist natürlich ein großer Bonus. Das macht die Berge zu einem rundum positiven Ort, wo wir einfach nur das tun können, was wir wollen. Für ganz viele Menschen symbolisieren die Berge deswegen ein gutes, sinnerfülltes Leben, das sie daheim im Alltag manchmal vermissen. Hier fühlen wir uns lebendig und vielleicht sogar viel mehr am Leben, als Zuhause.

Das Berggefühl mit nach Hause nehmen

Anja Dommel Künstlerin
Mit einem Kunstwerk finden die Berge ihren Weg zu dir ins Wohnzimmer.

Schon oft habe ich mir am Tag meiner Abreise aus den Bergen fest vorgenommen, dieses besondere Glücksgefühl mit nach Hause zu nehmen. Um weniger gereizt und gestresst durch meinen 2 Fahrstunden entfernten Alltag zu gehen. Du weißt bestimmt, das ist leichter gesagt, als getan.

Doch es gibt tatsächlich einen Weg, das befreite Gefühl, das uns die Berge geben, zu konservieren und auch Zuhause erlebbar zu machen. Ich kam in einem Gespräch mit einer Psychologin darauf: Sie erzählte mir, dass zur Wirkung von Naturbildern auf unser seelisches Wohlbefinden ganz viel geforscht wird. So wurde bekannt, dass das reine Betrachten eines Berg-Fotos oder eines Berg-Gemäldes einen ähnlichen Effekt hat, wie ein tatsächlicher Aufenthalt in den Bergen.

Für mich als Künstlerin war diese Erkenntnis eine wegweisende Offenbarung. Die positive Wirkung von Bildern war mir natürlich schon vorher ein Begriff. Doch erst in diesem Moment wurde mir klar, wie sehr andere Menschen von Kunst profitieren können. Dass Berge – aus Farbe auf Leinwand – tatsächlich dazu beitragen, diesen besonderen Sehnsuchtsort Zuhause erlebbar zu machen. Und das befreite Gefühl, das wir mit den Bergen verbinden, einzufangen.

So wirst auch du beim Blick auf die Berge, als Kunstwerk an der Wand, nicht einfach nur nostalgisches Fernweh verspüren. Sondern du wirst daran erinnert, von Zeit zu Zeit aus dem Hamsterrad deines Alltags auszubrechen und in den Bergen deine leeren Batterien wieder aufzuladen.


Über die Gastautorin Anja Dommel

Anja ist Künstlerin und bringt Sehnsuchtsorte aus der Natur als Gemälde in deine 4 Wände. Sie hat bereits unsere Tour im Wipptal malerisch auf Leinwand festgehalten. Unser Foto, das hierfür als Vorlage gedient hat, und das daraus entstandene, fertige Kunstwerk kannst du dir hier ansehen:

Anja bannt Berge und Bergwelten in den leuchtendsten Farben malerisch auf Leinwand. Die Inspiration für Anjas Kunst kommt direkt aus der Natur: Oben rechts zum Beispiel ein Foto unserer Bergtour in den Stubaier Alpen, mit Blick auf die Innsbrucker Hütte. Und darunter Anjas fertiges Kunstwerk “Bergglück”.

Dieser Gastbeitrag hat dir gefallen und du willst mehr über Anja Dommel und ihre Kunst erfahren? Dann schau gern einmal auf ihrer Website vorbei: www.anjadommel.de. Du findest ihre Bilder außerdem bei Instagram.

Über Susi

Sportwissenschaftlerin und Bergliebhaberin. Bloggt auf www.berghasen.com

0 Kommentare zu “Berge an, Kopf aus: Warum die Berge nicht nur dem Körper, sondern auch der Seele gut tun

Hinterlasse uns eine Nachricht!

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Du kannst diesen Text nicht kopieren. Wenn du den Beitrag drucken möchtest, verwende Strg+P.
%d Bloggern gefällt das: