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Die höchsten Gipfel Afrikas besteigen

Bergsteigen in Ostafrika ist eine einzigartige Erfahrung. Eine gute Vorbereitung ist notwendig und die Einreisebestimmungen müssen beachtet werden.

Die höchsten Gipfel Afrikas befinden sich im Osten des Kontinents, im Kilimandscharo-Gebirge, Mount-Kenya-Massiv und im Ruwenzori-Gebirge. Vor allem der Kilimandscharo in Tansania ist unter Bergsteigern als eine der zugänglichsten “Seven Summits” sehr beliebt. Expeditionen in die verschiedenen Gebirge erfordern unterschiedliche Vorbereitungen, vom benötigten Equipment bis hin zum Visumantrag.

Ein Gastbeitrag von VisumAntrag.de

Afrikas Gebirge

Die mit Abstand höchsten Gebirge Afrikas befinden sich allesamt im Osten des Kontinents, in den Ländern Tansania, Kenia, Kongo, Uganda und Äthiopien. Die Gebirge in diesen Ländern sind sehr divers und bieten Möglichkeiten zum Bergsteigen in verschiedenen technischen Schwierigkeitsgraden.

Während Touren zum Gipfel des Kilimandscharo, aufgrund seines Status als einer der “Seven Summits”, in den vergangenen Jahren äußerst beliebt geworden sind, sind andere Gebirge deutlich ruhiger und teilweise nur für erfahrene Bergsteiger zu empfehlen.

Mount Kenia etwa ist mit seiner Höhe von 5.199 Metern nur etwas niedriger als der Kilimandscharo, aber bietet eine völlig andere Erfahrung als eine Besteigung des höchsten Gipfels Afrikas. Reisende aus Europa sollten beachten, dass für Reisen nach Ostafrika ein Visum erforderlich ist. Aufgrund der Entwicklung von sogenannten E-Visa ist der Prozess in den vergangenen Jahren jedoch deutlich erleichtert.

Ruwenzori-Gebirge in Uganda

Das Ruwenzori-Gebirge an der Grenze zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Uganda ist mit 5.109 Metern das dritthöchste Gebirge in Afrika. Das Gebirge ist wegen seiner abgelegenen Lage unter Bergsteigern eher unbekannt, aber es können hier ausgezeichnete Wanderungen und Treks in einer einzigartigen, tropischen Umgebung gestartet werden.

Hier wechseln sich fantastische Aussichten auf tropische Wasserfälle und diverse tropische Pflanzen mit schneebedeckten Gipfeln ab. Das Gebiet steht unter Naturschutz und ist gelistet als UNESCO Naturerbe.

Es werden Expeditionen unterschiedlicher Art angeboten, die entweder von Uganda oder vom Kongo aus starten. Wer den höchsten Gipfel, Margherita Peak, besteigen möchte, startet in der Regel von Uganda aus. Die Expedition erfordert einiges an Bergsteigerfahrung, sowie Kletterequipment wie Pickel, Steigeisen und Seile, um die Gletscher zu bezwingen. Expeditionen starten von verschiedenen Orten, etwa 6-8 Autostunden von der Hauptstadt Kampala, wo sich der einzige internationale Flughafen des Landes befindet. Ein Visum ist für die Reise nach Uganda zwingend erforderlich. Das gewöhnliche Touristenvisum ist online zu beantragen und ist für Expeditionen in das Ruwenzori-Gebirge ausreichend.

Kilimandscharo-Gebirge in Tansania

Der Uhuru Peak thront mit seinen 5.895 Metern Höhe über dem gesamten afrikanischen Kontinent. Expeditionen zum Gipfel des Kilimandscharo sind relativ zugänglich und die Besteigung wird rein technisch als sehr einfach angesehen. Es ist kein besonderes Equipment oder besondere Bergsteigerfahrung erforderlich, um die Tour zu überstehen, allerdings sollten die Höhenunterschiede nicht unterschätzt werden, die bereits vielen Wanderern zu schaffen gemacht haben. Die meisten Expeditionen auf den höchsten Gipfel Afrikas dauern 5-8 Tage und bestehen aus täglichen Wanderungen durch die wunderschönen Berglandschaften Tansanias, wobei sich Regenwälder, trockene Savannen und schneebedeckte Gipfel abwechseln.

Es gibt eine Vielzahl an Tourenorganisationen, die Expeditionen zum Kilimandscharo organisieren. Dabei ist ein Shuttle-Service vom Flughafen zumeist inbegriffen. Auch das Visum für Tansania ist ein sogenanntes E-Visum, das online beantragt werden kann. Das vereinfacht den Antragsprozess und die Einreise in das Land deutlich.

Der Kilimandscharo zählt zu den Seven Summits und ist deshalb weltweit eines der begehrtesten Gipfelziele.

Mount-Kenya-Massiv in Kenia

Der Mount Kenia ist nach dem Kilimandscharo der zweithöchste Berg Afrikas, aber in keiner Weise zweitrangig. Wer den höchsten Gipfel Baitan (5199 m) besteigen möchte, braucht neben einer guten körperlichen Fitness auch einiges an Klettererfahrung. Dies ist keine einfache Wanderung, sondern die Besteigung erfordert auch das Klettern an steilen Felswänden, sowie im Schnee und auf Eis. Man sollte sich auf lange, intensive Tage einstellen, aber die Besteigung ist lohnenswert und für abenteuerlustige Bergsteiger absolut zu empfehlen. Der zweithöchste Gipfel, Nelion, auf 5188 Metern Höhe ist etwas einfacher zu erreichen, aber erfordert auch einige technische Kletterfähigkeiten. Der dritthöchste Gipfel, Lenena (4985 m) ist über einen mehrtägigen Trek, ohne zu klettern, erreichbar.

Der Mount-Kenya Nationalpark ist nur wenige Autostunden von der Hauptstadt Kenias, Nairobi, entfernt. Trotz der Zugänglichkeit ist dieses Gebirge unter Bergsteigern noch deutlich weniger beliebt als der Kilimandscharo. Hier kann man in aller Ruhe wandern und von den fantastischen Aussichten über Kenia genießen. Wie Uganda und Tansania, hat auch Kenia ein digitales Visum entwickelt, was die Einreise nach Kenia seit 2021 deutlich vereinfacht hat. Der Visumantrag kann einfach online über ein Antragsformular eingereicht werden. Es ist nicht mehr notwendig, einen Termin bei der Botschaft zu vereinbaren.

Beste Reisezeit, Einreisebestimmungen und Ostafrika Visum

Für die drei höchsten Gebirge Afrikas gilt dieselbe Empfehlung in Bezug auf die beste Reisezeit. Die Nähe zum Äquator sorgt für relativ gleichmäßige Temperaturen über das gesamte Jahr hinweg, weshalb Expeditionen in die Gebirge zu allen Jahreszeiten möglich sind. Im Allgemeinen ist jedoch zu empfehlen, die Expeditionen während der Sommermonate Juni-September oder der Wintermonate Dezember-Februar zu unternehmen, da zu dieser Zeit die Wahrscheinlichkeit auf Regenfälle am niedrigsten ist. Reisende sollten jedoch immer im Hinterkopf behalten, dass das Wetter auf solchen Höhen zu jeder Jahreszeit schnell umschlagen kann.

Weiterhin sollten die Einreisebestimmungen gut im Voraus geprüft werden. Das gilt vor allem für die erforderlichen Impfungen, Gesundheitsdokument (etwa in Bezug auf Covid-19) und Visa. In allen Ländern Ostafrikas gilt eine Visumpflicht. Wenn man lediglich in ein Land einreisen möchte, kann man ein Visum für das jeweilige Land beantragen. So kann man etwa das Visum für Kenia einfach online beantragen. Wer mehrere Länder in Ostafrika besuchen möchte, kann auch ein Ostafrika Visum beantragen. Dieses spezielle Visum erlaubt beliebig viele Einreisen nach Kenia, Uganda und Ruanda innerhalb eines Zeitraums von 90 Tagen.

Über Susi

Sportwissenschaftlerin und Bergliebhaberin. Bloggt auf www.berghasen.com

8 Kommentare zu “Die höchsten Gipfel Afrikas besteigen

  1. Markus Hagler

    Jede*r, der gerne nach Afrika reist und Land und Leute unterstützen will, der kann das gerne AKTIV tun.
    Nach einer Reise durch den Norden Tansanias habe ich viel Schönes und viel Elend gesehen. Seither betreibe seit fast 10 Jahren ein Hilfs-Projekt. U.a. haben wir 15 Brunnen, eine Krankenstation und heuer in einem Dorf eine Geburtenstation errichtet, 9 arbeitslosen Jugendlichen aus armen Familien eine Lehre bezahlt, Schulklassen renoviert und neu gebaut oder unvorstellbare hygienische Missstände an Schulen durch den Neubau von Toiletten beseitigt.
    Wer in Afrika Berge besteigt und nicht nur an deinen eigenen Vorteil denkt, sondern auch bereit ist, seinen Wohlstand zu teilen, der kann das gerne tun.
    Hier geht’s zu unserem Projekt mit Kontakt- und Spendenmöglichkeit: http://www.tumaini.at
    Und ja: den Kilimanjaro habe ich bereits 1982 erwandert.
    Markus Hagler

    • Lieber Markus!

      Vielen Dank für diesen tollen Kommentar – wir reise immer aktiv und ich bin mir sicher, das schließt überhaupt nicht aus, dass man auch die Kultur und die Menschen in einem Land kennenlernt – im Gegenteil. Dein Beispiel zeigt das ganz wunderbar und wir schicken euch gerne gleich eine Spende. 🙂

      Beste Grüße, Susi

      • Markus Hagler

        Vielen Dank! Eure Spende ist schon da. Damit werde ich 50kg Reis kaufen.

  2. Stephan JOHN

    Liebe Susi!
    Beim Gedanken an den Kilimandscharo fällt uns Herr PURTSCHELLER ein, der mit der Hütte an hohen Göll. Er hat nämlich als erster diesen Berg in Tansania bestiegen. Damals hieß das Territorium „Deutsch-Ostafrika“. So gesehen wundert es wenig, daß es ihm passend erschien den Berg „Kaiser-Wilhelm-Spitze“ zu nennen.
    Viele Grüße
    Stephan JOHN

    • Danke für diesen interessanten Zusatz Herr John. Beste Grüße aus Salzburg, Susi

  3. Liebe Suisi,
    Wenn der eine oder andere meint, unbedingt nach Afrika zum Bergsteigen gehen zu müssen, dann kann das ‚gerade noch hingenommen werden‘. Jedoch meine ich, dass man das nicht noch durch umfangreiche Hinweise bewerben sollte, genauso, wie man nicht ach Namibia reisen sollte, nur weil der Strand dort einen besonders weißen Sand hat. Solche bedenklichen öko-schädlichen Urlaube passen nicht mehr in die heutige Zeit. Wenn man nach Afrika reisen will, dann um Land und Leute kennen zu lernen. So bin ich vor 22 Jahren 3 Wochen lang mit einer Karawane durch die Südsahara, 380 km alles zu Fuß. Der französische Begleiter Laurent sagte mir, dass die Tuaregs, die wir begleiteten, ein halbes Jahr von dem leben können, was sie von uns bekommen haben (!). Das nenne ich sanften Tourismus, also ein solcher, der die Landschaft und die Gebräuche nicht ändert. Keine Wüstenrallye, keine Straßen, wo sie nicht hingehören! Liebe Grüße, Ottokar

    • Ich finde, man kann Berge besteigen und dabei Land & Leute kennenlernen. Zumindest mache ich das so, wenn ich weiter wegfahre. 🙂

    • Na, da sind wir aber froh und haben Glück dass das grad noch hingenommen werden kann, Ottokar. Sehr großzügig von Dir. 🙄🤭

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