News Produkttests Tipps & Tricks

Freeride-Skibekleidung: Die wichtigsten Ausrüstungs-Tipps

Die Packliste für deinen perfekten Freeride-Tag!

Ein Gastbeitrag von Daniel Morgan.

 

Der Wunsch, Freeriden zu gehen wird unter Skifahrern immer lauter. Die Berge bieten eine ästhetische Schönheit und ein Gefühl der Ruhe, was ein Skigebiet nicht immer bieten kann. Freeride bedeutet, frei zu sein und auf eine unberührte Leinwand aus Schnee zu starren. Deine Skier sind dabei die Pinsel und du bei deiner Abfahrt hast die Chance, deine ganz persönliche Geschichte im Schnee zu hinterlassen.

Bevor es losgehen kann, stellen sich aber einige Fragen. Kann man sich bei seinem Freeride-Abenteuer auf seine Resort-Skijacke verlassen? Benötige ich zusätzlich zu dem, was ich bereits besitze, noch weiter Skibekleidung? Und welche Kombination funktioniert am besten? Das sind die Fragen, die wir hier und heute für Euch beantworten wollen.

Erste Schicht: Unterwäsche

Wenn es um Unterwäsche geht, sind Unterstützung und Komfort die wichtigsten Gedanken. Freeriden beinhaltet auch mal zu Fuß das letzte Stück bis zum Gipfel in Angriff zu nehmen, da da die meisten Menschen nicht den Luxus haben, mit dem Heli am Berg abgesetzt zu werden.

Deshalb ist bei der Unterwäsche ein weicher Stoff mit Elasthananteil eine gute Wahl. Atmungsaktive Stoffe wie Baumwolle sind in Ordnung, nehmen jedoch viel Feuchtigkeit auf. Daher ist eine Mischung aus Polyester, Spandex und Elasthan bei der Unterwäsche eine gute Wahl, um die Atmungsaktivität zu verbessern, Druckpunkte zu reduzieren und Scheuern zu vermeiden.

In Bezug auf Form und Stils sollte man auf Größe setzen – auch wenn das privat vielleicht nicht die erste Wahl wäre. Slips mit hohem Bund bieten dabei den größten Komfort. Kleine Taillenbänder lokalisieren den Druck und verursachen über lange Zeiträume Unbehagen.

Darüber hinaus ist natürlich ein hochwertiger Sport-BH erforderlich. Während des Freeridens kommt es wegen des unebenen Grunds zu Stößen, und plötzliche Landungen können den Rücken übermäßig belasten, wenn die Brust nicht ausreichend gestützt wird.

Zweite Schicht: Base Layer

Wenn es um Base Layer geht, gibt es im Allgemeinen zwei Denkansätze. Merinowolle oder ein synthetischer Poly-Mix. Merinowolle ist sehr saugfähig, fühlt sich weich auf der Haut an und ist sehr warm. Bayer Layer aus Merinowolle wird vor allem dann empfohlen, wenn man in kälteren Klimazonen Freeriden gehen möchte.

Skiunterwäsche aus Polyester und/oder Synthetik sind häufig leistungsorientierter, da synthetische Fasern keine Feuchtigkeit absorbieren und sie daher einen noch höheren Feuchtigkeitstransport als Wolle aufweisen. Synthetische Skiunterwäsche kann auch für lange Tage sehr bequem sein und die Synthetikfasern können zusätzlich mit Materialien wie Elasthan gemischt werden, um die Passform und das Wärmemanagement zu verbessern. Es gibt viele vertrauenswürdige Marken, die hervorragende, enganliegende synthetische Basisschichten herstellen, die für ihre Qualität bekannt sind. Bei dieser Wahl kommt es also sowohl auf die persönlichen Vorlieben als auch auf die Bedingungen an, in denen man Freeriden möchte.

Dritte Schicht: Mid Layer

Für den Midlayer gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten. Fleece ist dabei die wahrscheinlich beliebteste Option. Die meisten Fleece Mid Layer sind aus einem Polyester-Mikrofleece-Mix, und es gibt viele beliebte Outdoorbekleidungsmarken, die sehr erfahren darin sind, gute, leichte, warme, und elastische Fleeces herzustellen, die eng am Körper anliegen und Wärme speichern, ohne zusätzliches Gewicht hinzuzufügen. Diese können für viele Situationen ideal sein, bieten jedoch möglicherweise nicht die ausreichende Menge an Wärme, wenn man in exponiertem,  und hochalpinem Gelände Skifahren geht.

Unter solchen raueren Bedingungen empfehlen wir einen Mid Layer, der Daunen oder synthetische Isolierung verwendet. Eine eng anliegende Daunen- oder Hybridjacke ist dabei die ideale Wahl. Daunen und synthetische Daunen können Luftblasen in ihrer Füllung einschließen, wodurch die Wärme effektiv dort gespeichert werden kann, wo Materialien wie Fleece Wärme abgeben würde. Aus diesem Grund sind die besten Mid Layer für kalte Temperaturen in der Regel Daunen- und Synthetikjacken.

Hardshell-Skijacke

Die Jacke ist der Schlüssel zur perfekten Freeride Skibekleidung für Damen. Hier sollte man sich bei der Auswahl wirklich Zeit nehmen. Und wenn man über eine richtige gute  Hardshell-Freeridejacke spricht, dann kommt man nicht aus, ohne die beliebten Jacken aus GoreTex Material zu erwähnen.

Mit mehr als 28.000 mm Wasserdichtigkeit und sehr hoher Atmungsaktivität wird GoreTex in der Outdoorindustrie von Hunderten Marken auf der ganzen Welt verwendet. Viele Unternehmen verwenden GoreTex, um eine Hardshelljacke zu konstruieren und dabei ihre eigenen Designelemente hinzuzufügen. So können die Firmen sicher sein, dass sie ihre Jacken an spezifische oder allgemeine Anforderungen einer Hardshell Skijacke anpassen. GoreTex ist schon immer eine beliebte und solide Wahl für Freerider, aber es ist nicht die einzige Option.

Viele Marken verwenden inzwischen ihre eigenen Hochleistungsstoffe, um hervorragende Ausrüstung herzustellen. Daher ist es wichtig, sich umzuschauen, um zu sehen, welche technischen Spezifikationen einem wichtig sind. Denn Elemente wie eine dauerhaft wasserabweisende Beschichtung können bei der Wasserdichte einer Jacke eine ebenso wichtige Rolle spielen. Daher ist es wichtig herauszufinden, welche Materialien für seine persönlichen Anforderungen am besten geeignet sind.

Hardshell-Skihose

Wenn es um Skihosen geht, sollte man sich ebenfalls auf die Qualität des Stoffes konzentrieren – am besten sollte er leicht und mit hoher Wasserdichtigkeit ausgestattet sein. Beim Stil kann entweder zu einer klassischen Skihose oder aber einer Latzhose gegriffen werden. Wir empfehlen allerdings Latzhosen wegen des besseren Schutzes vor eindringendem Schnee und der verbesserten Passform, die an Hüfte und Taille für zusätzliche Bewegungsfreiheit sorgt.

Freeride-Ausrüstung: Die richtigen Accessoires

Neben dem klassischen Freeride Zubehör (Helm, Rucksack, LVS-Set, Protektoren, …), können auch Skibekleidungs Accessories dazu beitragen, ob man einen erfolgreichen Tag abseits der Pisten verbringt.

Neben einer guten Gesichtsmaske, die wasserabweisend, atmungsaktiv und leicht sein sollte, ist vor allem Wahl der richtigen Socken und der richtigen Handschuhe essentiell für einen komfortablen Tiefschneetag.

Die beste Skisocken zum Freeriden

Die Wichtigkeit der richtigen Socken wird oft übersehen, allerdings gibt es auch hier wie schon bei den Baselayern zwei verschiedene Ansätze. Natürlich vs. synthetisch. Beide Ansätze haben ihre positiven Aspekte, aber letztendlich läuft es darauf hinaus, was sich für einen selbst angenehmer anfühlt. Unserer Meinung nach ist Synthetik etwas besser, da diese Socken normalerweise zusätzliche Atmungsaktivität, eine bessere Passform und einen besseren Komfort aufweisen. Aufgrund ihrer höheren Dehnbarkeit sind synthetische Socken außerdem langlebiger.

Die beste Handschuhe zum Freeriden

Wenn es um Handschuhe zum Freeriden geht, sind Leder oder Synthetik die allgemein beste Wahl. Nun stellt sich noch die Frage, ob man lieber einen atmungsaktiven Handschuh oder etwas mit einer vollständigen Polyurethanmembran möchte. Aber anstatt zu wählen, würden wir empfehlen, stattdessen zwei Paar Handschuhe mitzunehmen. Ein dünnes Paar für den schweißtreibenden Aufstieg und ein wärmeres Paar für die Abfahrt.

Ein leichter, atmungsaktiver und wasserabweisender Handschuh ist perfekt für den Aufstieg. Beim Gehen wird man leicht warm und da der Aufstieg aller Wahrscheinlichkeit nach nicht in einem Schneesturm erfolgt, sollte eine vollständige Wasserdichte wahrscheinlich nicht erforderlich sein. Daher ist ein nicht wasserdichter und dünner Handschuh eine gute Wahl, um beim Aufstieg verschwitzte Hände zu vermeiden.

Bei der Abfahrt hingegen geht es durch hoffentlich kalten und pudrigen Tiefschnee und die Hände sind inzwischen möglicherweise kalt von der Umstellung auf dem Gipfel. Daher empfehlen wir hier eine Vollmembran und Leder für einen vollständigen Schutz. Viele Marken haben in den letzten Jahren viel an ihrem Handschuhdesign getan. Daher gibt es inzwischen super Optionen sowohl im Bereich Leder als auch im Bereich der tierfreien Kunststoffe – je nachdem, was man bevorzugt.

0 Kommentare zu “Freeride-Skibekleidung: Die wichtigsten Ausrüstungs-Tipps

Hinterlasse uns eine Nachricht!

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Du kannst diesen Text nicht kopieren. Wenn du den Beitrag drucken möchtest, verwende Strg+P.
%d Bloggern gefällt das: