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Schlafzimmer Berg: Wo du wild Zelten darfst

Eine Nacht unter freiem Himmel verbringen – viele lieben es, doch nicht überall ist das Zelten am Berg erlaubt. Unser Überblick schafft Klarheit.

Laue Sommernächte in den Bergen verbringen. Über dem Kopf nichts als eine dünne Zeltplane, oder den klaren Sternenhimmel. Die ersten und die letzten Sonnenstrahlen des Tages bekommt man ganz unmittelbar mit. Ein Outdoor-Abenteuer, das man nicht überall erleben kann, oder besser gesagt darf. Wir klären, wo du am Berg Zelten darfst und wo du es lieber bleiben lässt.

Begriffsklärung: Zelten, Campieren, Biwakieren

  • Zelten: Geplantes Übernachten im Freien. Dem Gesetz ist es egal, ob du dafür ein Zelt, einen Biwaksack oder Ähnliches verwendest
  • Campieren: wird als Synonym für das Wort Zelten gebraucht
  • Alpines Biwakieren: Darunter ist das ungeplante Notbiwak zu verstehen, das man im Falle einer Verletzung, einem Schlechtwettereinbruch oder Dunkelheit einrichtet. Dieses bleibt immer und überall legal. Geplantes und damit vorsätzliches Biwakieren ist jedoch wie geplantes Zelten zu behandeln und kann auch strafbar sein.

Wer also als Alibi angibt, dass er ein Notbiwak einrichten musste, aber Kaffeekocher, Zahnbürste, Isomatte und eine Essensration für drei Tage bei sich trägt, hat Erklärungsbedarf.

Österreich: Zelten am Berg unterschiedlich geregelt

Absolut eindeutig ist die rechtliche Lage in Österreich was Waldgebiete anbelangt. Es steht zwar jedem zu, den Wald zu betreten, davon ausgenommen ist aber explizit das „Lagern bei Dunkelheit“. Somit ist das Zelten im gesamten Waldbereich verboten. Und zwar in allen Österreichischen Bundesländern. Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn eine ausdrückliche Zustimmung des Grundeigentümers vorliegt.

Gebirgsregionen oberhalb der Baumgrenze bezeichnet man als alpines Ödland. Die Regelungen, die hier gelten, sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Verschiedene Gesetzte wie das Naturschutzgesetz oder das Campinggesetz gestalten die rechtlichen Rahmenbedingungen.

Ausnahmslos verboten ist das Zelten am Berg in Kärnten, Tirol und Niederösterreich. Darunter fällt auch das geplante Biwakieren mit Schlafsack. Wer in der freien Landschaft übernachten will, darf das nur auf genehmigten Campingplätzen. Überall sonst drohen saftige Geldstrafen. In Kärnten bis zu 3.600 €, in Niederösterreich sogar bis zu 14.000 €. Ausgenommen davon ist das alpine Biwakieren „während eines kurzen, durch den Anlass gebotenen Zeitraumes“. Darunter fallen etwa Verletzungen, Schlechtwettereinbrüche oder Dunkelheit.

Campingfreundlicher sind die restlichen österreichischen Bundesländer. In Oberösterreich, der Steiermark, in Vorarlberg und in Salzburg darf man sich frei im alpinen Gelände bewegen. Darunter fällt auch das Zelten am Berg. Wo man aber auch hier sein Zelt nicht aufstellen darf sind Almen, genauer als Weide genutzte Gebiete. In Salzburg kann das Aufstellen von „Zelten, Wohnwagen oder ähnlichen beweglichen Unterkünften außerhalb von Campingplätzen vom Bürgermeister untersagt werden“. Generell gilt überall: das Zelten im Hochgebirge sollte mit größter Sensibilität und im Einklang mit der Natur durchgeführt werden. Darauf wird speziell im „Salzburger Gesetz über die Wegefreiheit im Bergland“ hingewiesen.

Zelten am Berg
Die letzten Sonnenstrahlen am Berg genießen und dann gleich einschlafen. Ein Traum von vielen.

Der Vollständigkeit halber erwähnen wir auch kurz das Burgenland – obwohl man das alpine Ödland hier vergebens sucht. Was das Freiland betrifft, so ist das Zelten dort erlaubt. Einschränkungen macht das Burgenländische Camping- und Mobilheimplatzgesetz allerdings für Gruppen ab zehn Personen, sowie bei Aufenthalten, die länger als drei Tage dauern. Diese sind bei der entsprechenden Bezirksverwaltungsbehörde bis spätestens eine Woche vor dem Zeltlager anzumelden.

Das Zelten in Schutzgebieten unterliegt besonderen Regelungen. Schutzgebiete zeichnen sich durch einen sehr geringen Erschließungsgrad, eine hohe Attraktivität des Landschaftsbildes und einen Reichtum an geschützten Tieren und Pflanzen aus. Gerade das macht sie natürlich für Zeltabenteurer attraktiv. Schutzgebiete mit durchwegs strengen Vorgaben sind zum Beispiel Nationalparks. Wir raten, sich vor einer geplanten Tour genau über bestehende Regelungen zu informieren. Geht aber mal davon aus, dass das Zelten in Nationalparks ungern gesehen wird.

Wer genauere Informationen für ein bestimmtes Gebiet sucht, der kann im Internet unter www.ris.bka.gv.at das jeweilige Bundesland anklicken und mit dem Suchbegriff »biwakieren« oder »kampieren« die Gesetze finden.

Zelten am Berg
Zelten am Berg ist in Österreich von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt.

Deutschland: Zelten am Berg vs. Zelten im Wald

In Deutschland muss man sich durch einen ähnlich großen Paragraphen-Dschungel schlagen, wenn man erfahren will, unter welchen Umständen man am Berg übernachten darf. Auch hier regelt jedes Bundesland selbst, wo gezeltet werden darf. Zelten in der freien Landschaft ist in Deutschland aber im Gegensatz zu Österreich, in keinem Bundesland explizit verboten.

Campingfreie Zone sind in Deutschland ebenfalls Wälder. Allerdings nur, wenn man im Zelt übernachtet. Das Übernachten ohne Zelt ist in den Waldgesetzen nicht geregelt. Ob das wilde Nachtlager geduldet wird, liegt im Ermessen der Förster.

Schlägt man sein Nachtlager auf Privatgrund auf, benötigt man die Einwilligung des Grundstückeigentümers. Wer ungefragt sein Zelt auf einem Privatgrundstück aufbaut, begeht Hausfriedensbruch.

In Gebieten, die einem besonderen Schutz unterliegen, braucht man erst gar nicht um Erlaubnis zu fragen. Hier gelten wie in Österreich strenge Regeln. Zelten in Nationalparks, Naturschutzgebieten, geschützten Biotopen, Wildschutz- und Wasserschutzgebieten ist grundsätzlich verboten. Auch die Förster werden in solch sensiblen Naturräumen wenig verständnisvoll sein.

Zelten am Berg
Frei und wild. Zelten in den Bergen wird immer beliebter.

Schweiz: Zelten am Berg grundsätzlich erlaubt

Oberhalb der Baumgrenze ist das Campieren in der Schweiz grundsätzlich erlaubt. Das Schweizer Jedermannsrecht gestattet jedem das Campen für ein oder zwei Nächte auf unkultiviertem Land, das eindeutig nicht in einem Schutzgebiet liegt.

Wenn Du Dich beim wilden Zelten oder sogar beim Feuermachen in einem Naturschutzgebiet oder einem Nationalpark erwischen lässt, kann das Strafen von 10.000 € oder mehr setzen. Wichtig ist es in der Schweiz vor allem, sich nach Verbotsschildern umzusehen. In den meisten Kantonen weisen Straßenschilder ausdrücklich darauf hin, ob in der jeweiligen Zone ein Zeltverbot besteht. Die Gesetze der einzelnen Kantone in der Schweiz sind unter der Internetadresse http://www.blw.admin.ch einzusehen.

Skandinavien: Das Camping-Paradies

Die skandinavischen Länder sind das Camping-Paradies schlecht hin. Das Jedermannsrecht erlaubt es in Skandinavien jedem, sein Zelt irgendwo im Nirgendwo aufzustellen. Es ist ein uraltes Gesetz, das sowohl in Norwegen, Finnland als auch in Schweden gilt und nachdem Land zwar von einer Person besessen und betreut werden kann, jedoch immer allen Menschen zur Verfügung stehen muss.

Das Zelten sowie das Übernachten unter freiem Himmel sind auf offenem Land überall erlaubt, solange man mindestens 150 Meter Abstand zum nächsten Haus oder zur nächsten Hütte einhält. Auf Parkplätzen und bewirtschafteten Feldern darf man nicht zelten oder übernachten, dasselbe gilt für eingezäuntes Land – es sei denn, man hat die Erlaubnis des Landeigentümers. Eine Erlaubnis ist ebenfalls erforderlich, wenn man länger als zwei Nächte an einer Stelle bleiben möchte. Dies gilt jedoch nicht für das Zelten in den Bergen oder an anderen abgelegenen Orten.

Zelten am Berg
Die Tour am Berg ausklingen lassen.

Italien

In Italien ist wildes Zelten generell verboten. Besonders strickt greifen die Behörden in Küstennähe durch. Das Zeltverbot gilt auch in den Dolomiten.

Die Natur schätzen

Nicht überall, wo das Zelten am Berg verboten ist, werden die Gesetzte auch so strikt durchgesetzt, wie sie am Papier formuliert sind. Wer sich benimmt, sich unauffällig verhält, keine Lagerfeuer entzündet oder Müll hinterlässt, kommt oft ohne Strafen durch.

Leider schaffen es viele „Bergfreunde“ nicht, ihren Müll wieder mit nachhause zu nehmen. Außerdem würden wir euch raten, biologisch abbaubare Zahnpaste und Seifen zu verwenden. Hinterlasst den Berg so, wie ihr in am Vorabend bezogen habt. Oder noch sauberer. Wir packen oft auch den Müll anderer in unsere Rucksäcke und bringen ihn wieder ins Tal.

62 Kommentare zu “Schlafzimmer Berg: Wo du wild Zelten darfst

  1. Hans Walter

    Könnten sie mir eventuell Mitteilen, ob das wild campen am Gelmersee gestattet ist? Das Campieren oberhalb der Baumgrenze ist ja gestattet. Das Problem ist, dass der Gelmersee mit 1850 MüM da eher knapp darüber ist, da die Grenze meines wissens um 1800-2200 verläuft.

    Freundliche Grüsse Hans Walter

    • Hallo Hans! Tut mir Leid, die Gegend kenne ich leider gar nicht. Am besten, du rufst schnell dort direkt bei der Gemeinde an. Die können dir am besten Auskunft geben. 🙂

      LG, Susi

  2. Hallo!
    Danke für die Zusammenfassung, die ist sehr hilfreich 🙂
    Könnt ihr mir eventuell sagen, wie es rund um den Königsee aussieht bzw wo der Schutzpark des Berchtesgadenerlandes anfängt? Ich würde gerne über den Hohen Göll zum Königssee gehen, gibt es hier eine Möglichkeit zu bivakieren, entweder auf der österreichischen oder auf der deutschen Seite?
    Danke und LG,
    Katrin

    • Hallo Katrin! Vielen Dank für deinen Kommentar und die positive Rückmeldung – das freut uns sehr! Wir würden dich aber bitten, nicht rund um den Königssee zu campieren, da dies ein sehr sensibles Thema dort ist und wie du schon sagst auch im Nationalpark liegt. Wenn du vom Hohen Göll zum Königssee gehen möchtest, würden wir dir empfehlen, die Route über das Hohe Brett und dann weiter zum Stahlhaus zu nehmen. Dort kann man super übernachten und die Hütte ist echt richtig nett!

      Liebe Grüße, Susi

      • Hallo!
        Danke für die rasche Antwort. Ja gehört denn der hohe Göll auch schon zum Nationalpark? Ich dachte, der ist noch in Österreich?
        Kennt ihr auch das Purtschellerhaus? Ich wollte erst am Abend von Golling weg gehen, da ist das Stahlhaus wohl leider ein bisschen zu weit.
        Kennt ihr auch die Strecke vom Purtschellerhaus auf den hohen Göll? Kann man diese Route ohne Klettersteigset auch begehen?

      • Hi! Sehr gerne. 🙂 Die Grenze zwischen Ö und DE verläuft genau am Hohen Göll – es liegt also nur ein kleiner Teil in Österreich. Das Purtschellerhaus liegt ebenfalls genau an der Grenze. Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, schon am Purtschellerhaus zu schlafen, da es noch recht tief liegt. Von wo willst du denn starten? Eventuell macht es mehr Sinn, vom Kehlsteinhaus über den Mannlgrat zu gehen, dann kannst du vom Königssee mit dem Bus wieder zurück zum Kehlstein fahren.

        Den Weg vom Purtschellerhaus kannst du ohne Klettersteigset gehen, allerdings sind schon ein paar ausgesetzte und felsige Passagen drin. Dort oben bewegst du dich ständig im alpinen Gelände und du solltest unbedingt trittsicher sein.

        LG Susi

      • Also im Urlaub möchte ich für eine Woche das Weitwandern probieren und von ungefähr Salzburg bis irgendwo nach Südtirol oder nach Kärnten gehen. Um am Anfang uninteressante km durch Salzburg zu sparen, bis ich endlich mal an den Berg komme, dachte ich mir, dass es besser wäre vom Bahnhof Golling weg zu gehen und über den Hohen Göll an den Königssee, und von da weiter nach Süden. Der Plan wäre am Freitag Abend loszugehen, weshalb sich vermutlich nur ca. 2h Gehzeit ausgehen würden, bis ich irgendwo übernachten muss.
        So bin ich auch auf deinen Artikel gestoßen, da ich noch überlege ob ich mich zum bivakieren ausrüsten soll oder nur von Hütte zu Hütte zu gehen soll. In Österreich habe ich noch keinerlei Erfahrung mit bivakieren, aber es hört sich eher kompliziert an 🙁
        Trittsicherheit ist kein Problem, ich wollte nur kein Seil oder einen Klettergurt mitnehmen müssen, da ich ja plane für eine Woche unterwegs zu sein 😉

      • Hallo Katrin!

        Den Plan finde ich cool, nur würde ich den Umweg über den Hohen Göll auslassen. Der Weg von dort zum Königssee ist ziemlich weit und mühsam. Cooler ist es vielleicht, wenn du mit dem Zug nach Berchtesgaden fährst und vom Königssee mit dem Boot nach St. Bartholomä. Von dort aus kannst du als erstes Gebirge Richtung Süden die Berchtesgadener Alpen /Steinernes Meer überschreiten. Das ist landschaftlich wirklich grandios und du kannst auch überall campieren. 🙂

        Jep Bivakieren ist in Ö tatsächlich kompliziert. In Salzburg weniger, aber zum Beispiel in Kärnten sind sie da sehr streng. Aber die meisten Routen sind locker ohne Klettersteig-Set möglich.

        LG

      • Ja das mit dem Boot ist schon geplant. Aber südlich vom See kann man dann ohne Probleme campieren? Jetzt kenn ich mich nicht mehr aus… Ich dachte, dort ist das Herzstück des Nationalparks Berchtesgaden? Ich dachte in der Nähe des Hohen Göll wäre weniger ein Problem und dafür dann südlich vom See Richtung Steinernes Meer schon 😀

      • Ich hatte eher daran gedacht, dass du von St. Bartholomä zum Kärlingerhaus aufsteigst und dort übernachtest. Die Grenze des Nationalparks verläuft auf Höhe des Großen Hundstods. Südlich kannst du also bivakieren. Hier eine Übersicht zur Ausdehnung des Nationalparks: https://www.lra-bgl.de/fileadmin/user_upload/content/img/Umwelt_und_Natur/Natur-_u._Artenschutz/Karte_Nationalpark.jpg

        LG

      • Ja das ist die Route, die ich geplant habe. Von St. Bartolomä beim Karlingerhaus vorbei zum Riemannhaus und von dort hinab nach Maria Alm. Aber das Karlingerhaus ist ja auch noch im Nationalpark… Muss ich noch ein bisschen weiter 😀
        Danke für den Link zur Karte, das hilft 🙂

      • Ahhm ja, aber du kannst ja trotzdem beim Kärlingerhaus übernachten. 😀 Die haben auch Betten. 😉

  3. Hallo!
    Kennt jemand vielleicht eine Möglichkeit in der Gegend der drei Zinnen am Berg zu Zelten?
    Danke!
    LG Rudi

    • Hi Rudolf! Wir waren noch nie an den Zinnen, deshalb leider nein. Aber so viel wir wissen, ist dort irgendwo ein Camping-Platz. 🙂

      LG Susi

  4. Alexander

    Wie sieht es mit dem Gollingwinkel aus? Dort, wo ihr auch schon mal wart? Ist der Winkel in einem Naturschutzgebiet? Darf man dort kampieren? Danke im voraus!

    • Hi Alex! Sorry für die späte Antwort! In großer Teil der Schladminger Tauern (rund um das Sölktal) ist ein Natura2000 Schutzgebiet. Dort solltest du nicht campieren. Die Region rund um den Hochgolling gehört meines Wissens nach nicht mehr dazu. Zelten sollte dort also nicht verboten sein. Ansonsten kannst du auch bei der Gollinghütte fragen, ob du dort in der Nähe dein Zelt aufschlagen kannst. LG Susi

  5. Erol Bulut

    Hallo kann jemand sage bitte eng wo Bregenz Alpen mit zehlt übernachten?

  6. Hallo zusammen, in Spanien und auf dem Weg dorthin in Frankreich haben wir mehrmals über 2-3 Wochen wild gecampt. Teilweise auch am Straßenrand. Hat nie jemand etwas dazu gesagt. Einzig am Strand sind wir morgens von Polizisten, die uns beim zum Auto laufen mit Schlafsäcken sahen, sind wir etwas schräg angeschaut worden. Hatten dort aber ohne Zelt übernachtet.
    Wir sind insgesamt immer einigermaßen früh entsprechend der Natur aufgewacht. Letzlich mal ganz ehrlich, wer ist da schon unterwegs? Und falls doch, immer freundlich bleiben, hilft meistens.

    Bitte immer alle Spuren, jeglichen Müll, und wer rauchen muss, ja auch Kippen, eben einfach alles wieder beseitigen. Wer die Chance hat, zeltet einmal, angemeldet, in einem US-Nationalpark. Dort gibt es immer eine Einführung zum Verhalten in der Natur, die gut durchdacht ist und bei der, wie ich finde, auch der altgediente DAV-Bock ggf. etwas lernen kann.

  7. Pingback: Alpe Adria - tanie noclegi wzdłuż trasy - Czas na niemiecki

  8. G. Scheiter

    Geldbußen bis zu völlig absurd unverhältnismäßigen 14.000,- € –

    „Freiheit, Freiheit,
    Wurde wieder abbestellt.
    (…)
    Freiheit, Freiheit,
    Ist die einzige, die fehlt.“

    Und biwakieren ist biwakieren und zelten ist zelten. Da sieht man mal was für Kleingeister sich diese Verbote ausdenken. Aber ist schon klar, worum´s geht: Wer übernachten will, soll gefälligst zahlen.

    • Hallo! Wir verstehen jetzt zwar nicht ganz, worauf du konkret hinauswillst. Natürlich wird die Freiheit eines jeden dort eingeschränkt, wo die Gefahr besteht, dass jemand/etwas anderes darunter leidet. Es ist für uns schon verständlich, dass es in besonders schützenswerten Gebieten untersagt ist, zu campieren. Vor allem, weil es Menschen gibt, die es leider nicht schaffen, die Natur so zurückzulassen, wie sie es verdient hat. Wir denken es ist auf jeden Fall trotzdem möglich, seine Freiheit auszuleben, ohne sich strafbar zu machen. Auch und besonders am Berg. 🙂

    • „Wer übernachten will, soll gefälligst zahlen“? Kleingeister? „Freiheit, Freiheit“? So’n quatsch! Es gibt einen einfachen und sinnvollen Grund, warum Zelten in den Alpen stark reglementiert ist: wenn jeder einfach in den Alpen zelten würde, sähe es dort aus wie im Stadpark nach dem Wochenende. Nur, dass es eben in den Alpen keine Angestellten gibt, die den Müll wegräumen und vor allem die zertrampelten Pflanzen wieder nachpflanzen.

      • Naja wir wollen hier mal nicht alle unter einen Hut stecken. Es gibt sehr wohl Menschen, die bewusst in die Natur gehen und alles, was sie brauchen auch wieder mitnehmen. Natürlich gibt es auch gegenteilige Fälle. Ich verstehe zB auch die Leute nicht, die auf der Autobahn einfach ihren Müll aus dem Fenster werden. Aber die gibts anscheinend. Und deswegen wird Autofahren auch nicht verboten. Wir sehen das eher als gesellschaftliches Problem im allgemeinen, das am Berg halt sehr stark zum Ausdruck kommt, eben weil man sich dort unberührte Natur erwartet.

  9. Magdalena

    Hallo, vielen Dank für die super Zusammenfassung! Habt ihr denn vielleicht auch Tipps bzw Orte im Bereich Österreich/Bayern an denen ihr das wildcampen ganz besonders empfehlen könnt? Eventuell an einem Bergsee? Danke schonmal und liebe Grüße!

    • Hallo Magdalena!

      Puh da gibt’s vieles. In der Osterhorngruppe ist es recht schön zu campen. Oder im Hagengebirge, Niedere Tauern etc. Du musst aber bitte immer schauen, ob dort kein Schutzgebiet ist. In Bayern sind wir meistens in Berchtesgaden unterwegs. Da ist das Campen wegen des Nationalparks aber nicht erlaubt. Sonst schau mal am Achensee, ob du dort was findest.

      LG

  10. Hallo Susi, sehr übersichtliche Zusammenfassung und tolle Fotos mit dem Zelt. Mich würde interessieren, in welchem Gebiet das Foto mit Zelt und größerem See im Abschnitt „Deutschland“ entstanden ist. Danke im Voraus! Grüße Sven

  11. Ich suche eine schöne Stelle zum Zelten, wo ich dann am Morgen den Sonnenaufgang filmen kann, kennt da jemand eine schöne Stelle?

    • In welcher Gegend denn? Sonnenaufgänge gibt’s immer nach Osten hin schöne 😉

  12. Thiemo Il

    Wo wurde denn euer Titelfoto geschossen, sieht echt schön da aus

    • Hi Thiemo!

      Das ist am Berchtesgadener Hochthron.

      LG

      • Hi Susi,

        ich habe den Artikel bezüglich Bayern nicht vollständig verstanden – ist Zelten oberhalb der Baumgrenze außerhalb eines Naturschutzgebietes erlaubt? Und ist dies am Berchtesgadener Hochthron der Fall?

        Liebe Grüße
        lenni

      • Hallo Lenni!

        In Bayern ist Zelten oberhalb der Baumgrenze nicht explizit verboten. Um sicher zu gehen, würde ich vorher immer bei der zuständigen Gemeinde (Berchtesgaden) nachfragen. Der Berchtesgadener Hochthron liegt nicht mehr im Nationalpark, deshalb ist es auf jeden Fall nicht generell untersagt. Ich weiß allerdings nicht, ob es dort einen konkreten Grundeigentümer gibt, der Zelten verbieten kann.

        LG Susi

  13. Hallo Susi, großartige Seite – danke für die tolle Aufbereitung! Sag mal, welche Erfahrung hast Du mit Zelten am Watzmann? Liebe Grüße, Chris

    • Hallo Chris! Vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Ich selbst hab noch nie am Watzmann übernachtet, Vroni hat mal im Hocheck-Biwak geschlafen. Grundsätzlich ist Zelten im Nationalpark nicht erlaubt – und da sich der Nationalpark Berchtesgaden auch über den Watzmann und seine Nachbargipfel erstreckt, würde ich dich bitten, es dort zu unterlassen. 🙂

  14. mikela@dingl.net

    Man kann auf der Gjaid Alm campen am Dachstein. Sie haben einen eigenen Campingplatz auf 1800 Metern

    • Hi! Ja danke für den Tipp! Den haben wir schon bekommen und es gibt auch einen Kommentar von der Gjaid-Alm selbst unter diesem Beitrag. 🙂

  15. Anbei die Thematik „Biwakieren in Tirol“ Spannend ist der „kurze, durch den Anlass gegebene Zeitraum“ und die Abgrenzung Biwak und Zelten. In beiden Fällen gibt der Gesetzgeber keine klaren Hinweise

    https://freieberge.wordpress.com/2014/08/07/zelten-und-biwakieren-in-tirol/

  16. Mark Bihler

    Den tiroler Alpin-Polizisten möcht‘ ich erleben, der nachts gut 1200 Höhenmeter zu meinem entlegenen Schlafplatzerl hochsteigt und mir dort oben ne Strafe verpasst. Dass man den Berg so verlässt, als wäre man nie oben gewesen, ist natürlich selbstverständlich.

  17. Pingback: Alpenüberquerungen: 10+1 Wege zu Fuß über die Alpen

  18. Hallo Ihr Lieben, bei uns auf der Gjaid Alm könnt ihr auch zum campen kommen auf unserem Grund: http://www.gjaid.at!

  19. STREISSNIG Heimo

    wie schaut es am zirbitzkogel in der steiermark mit dem zelten aus? wir würden gerne eine nacht mit unseren kindern oben verbringen

    • Hallo Heimo! Wie im Artikel zu lesen ist, ist das Campen in der Steiermark erlauft. Wir kennen den Zirbitzkogel nicht, aber solange dort kein Naturschutzgebiet oder Nationalpark ist, sollte das kein Problem sein.

  20. Josua Schöchli

    Wie sieht es in der Schweiz aus bezüglich zelten unterhalb der Baumgrenze?

    • Hallo!

      Soweit wir wissen, ist Zelten in der Schweiz nur auf „unkultiviertem“ Land gestattet. Es hängt also sehr davon ab, wo du übernachtest. Ich würde mich dazu immer lokal informieren.

      Liebe Grüße!

  21. Geniale Zusammenfassung, vielen Dank dafür! Bisher war ich nur in Skandinavien wild campen, einfach weil ich nicht wusste oder sicher war wie die Gesetzeslage in anderen Ländern ist.

  22. Ein SPITZEN Überblick!!! Danke!

  23. Ich werde mit meinem Mann und meinen Kindern im August auch nach Norwegen zum zelten fahren. Ich bin schon sehr aufgeregt, weil es das erste mal „Wildzelten“ für uns ist. Ich mache mir zwar ein bisschen Sorgen um die kleinen, aber gut eingepackt und eingemummelt werden die es sicherlich auch mit Freude aufnehmen.

    PS: Tolle Fotos!!!

    Liebe Grüße

    Sandra

    • Liebe Sandra,
      die Kinder haben sicher einen riesen Spaß dabei. Zelten in Norwegen und Schweden ist echt super schön!

      Liebe Grüße

  24. Super Fotos und tolle Auflistung. Skandinavien ist klar im Vorteil. Hier in DK gibt es oft auch „primitiv camping“ das sind überdachte h
    Holzverschläge auf schönen Wiesen in schönen Gegenden mit Wasserleitung und einem Klo. Die Kosten liegen um die 1-2 Euro pro Nacht und sind ein sehr guter Kompromiss. Gesehen auf Lyø, Årø, Samsø…Liebe Grüße Cornelia

    • Hallo Sandra!

      Danke für deine Rückmeldung 🙂

      Sehr gut jetzt auch die Situation in Dänemark zu kennen. Ich werde im Sommer über drei Wochen in Norwegen unterwegs sein und freu mich schon riesig! Wir reisen über DK an und falls und eine solche Unterkunft unterkommt, werden wir das garantiert ausprobieren.

      Liebe Grüße,

      Suei

  25. Danke für die Zusammenfassung! Mich würden auch noch die Regelungen in Frankreich und Spanien interessieren. Weißt du, wie die Regelungen da sind?

    • Sehr gerne! In Spanien ist man eher streng, besonders in Küstennähe sieht man das Zelten nicht gerne. In den Pyrenäen haben wir mal einige Nächte auf einem Parkplatz im Auto geschlafen, da hat niemand etwas gesagt. In Frankreich war ich selbst noch nie wild Zelten, anscheinend sieht man es dort aber auch nicht sehr gerne.

      • Super, danke!
        Ich kann nur Erfahrungen für wilde Übernachtungen im Campervan aufwarten. Sowohl in Nord- und Ostspanien als auch in Südfrankreich (Cevennen, Auvergne) war das akzeptiert und ok. In den Pyrenäen haben wir damals brav auf Campingplätzen gezeltet. In den Nationalparks ist das wilde Zelten wohl auch strengstens untersagt, wie die Toleranz außerhalb der Nationalparkgrenzen aussieht, fände ich halt noch sehr interessant.

  26. Vielen lieben Dank für die Mühen der Zusammenfassung! Cool!

    LG von den WuSas!

  27. Danke für die Zusammenfassung!

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