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Salzburger Bergadvent im Großarltal

Raus aus der hektischen Großstadt und rein in ein entspanntes Adventswochende im Großarltal. Unsere Tipps für die Vorweihnachtszeit.

Ruhig und besinnlich. So sollte die Adventszeit sein. Die Realität sieht häufig anders aus. In der Arbeit sind kurz vor Jahresende wichtige Projekte abzuschließen, eine Weihnachtsfeier jagt die nächste und um Geschenke für die Liebsten sollte man sich auch noch kümmern. Ganz schön anstrengend. Da kommt ein Wochenende zum Durchschnaufen und Innehalten sehr willkommen.

Uns geht es in der Vorweihnachtszeit nicht anders. Umso gelegener kam eine Einladung vom Salzburger Land ins Großarltal. Ein entspanntes Wochenende in den Bergen? Da sind wir dabei!

Am Samstagmorgen bringt uns ein Shuttle von der Stadt Salzburg ins 70 Kilometer entfernte Großarltal. Das Großarltal liegt südlich von Salzburg und ist das östlichste Tauerntal. Es zählt neben dem Gasteiner- und dem Raurisertal zu den längsten Tauerntälern. Großarl liegt auf einer nebelfreien Hochlage und wird von Bergen umringt. Höchster Gipfel im Ortsgebiet ist der 2.467 Meter hohe Gamskarkogel  an der südwestlichen Gemeindegrenze.

Unerwartetes Pistenvergnügen

Nachdem wir unsere Zimmer im Hotel Alte Post bezogen haben, schmeißen wir uns gleich auf die Piste. Mit der Gondel fliegen wir über weiße Pistenbänder, die sich durch die noch grünen Hänge schlängeln. Ich kann mir gerade schwer vorstellen, gleich mit den Skiern über die Piste zu düsen. Kurz vor der Bergstation durchbrechen wir die Wolkenschicht und die Sonne strahlt uns entgegen.

Die Vorfreude auf das Skifahren steigt und der Schnee unter den Skiern fühlt sich unerwartet gut an. Die ersten Schwünge nach dem Sommer sind wie immer ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber das währt nicht lange. Schon bald bin ich wieder in meinem Element und positiv überrascht vom Zustand der Pisten. Alles ist einwandfrei präpariert und trotz Kunstschnee dennoch nicht zu hart. Obwohl wir Samstag haben und das Wetter besser nicht sein könnte, ist im Skigebiet wenig los.

Nach der nächsten Bergfahrt stehen wir knapp unterhalb des Kreuzkogels. Wir stapfen die letzten Höhenmeter zum Gipfel hoch und genießen das atemberaubende, winterliche Bergpanorama. Eine weiße Wolkenschicht trennt das Tal von den schneebedeckten Gipfeln der Tauern und macht die Szenerie vollkommen.

Wieder auf der Piste. So manche Abfahrt ist so schön, dass wir am liebsten gleich nochmal fahren wollen. Doch gegen Mittag verlangen unsere Mägen nach Stärkung. An der Gehwolfalm legen wir eine Rast ein. Kaspressknödelsuppe, Tiroler Gröstl und viel warmer Tee geben uns die nötige Energie zurück, um auch am Nachmittag die besten Abfahrten hinunter zu preschen. Dank der wenigen Besucher bleiben die Pisten selbst am späten Nachmittag von aufgeschobenen Schneehügeln verschont. Um 16 Uhr müssen wir uns dann von der Piste verabschieden. Mit dem Skibus geht es zurück ins Hotel.

Christkindlmarkt in Großarl

Über das Tal der Almen hat sich Dunkelheit gelegt. Dafür wurde der Marktplatz für Autos gesperrt und 30 weihnachtlich geschmückte Hütten aufgebaut. Es duftet nach Glühwein, gebrannten Mandeln und Lebkuchen und eine Gruppe Blasmusiker sorgt für passende Weihnachtsmusik.

Highlight des Christkindlmarktes ist eine lebensgroße Krippe Mitten auf dem Dorfplatz. Sie stellt den Anfang des Krippenweges dar, der sich bis zur Pfarrkirche erstreckt. 15 liebevoll gestaltete Krippen mit unterschiedlichen Szenen aus der Adventszeit säumen den Weg.

Vor allem für Kinder hat der Christkindlmarkt in Großarl einiges zu bieten. Es gibt einen eigenen Bereich für Kinder mit Karussell, Kinderglühwein und Schafe zum Streicheln. Samstags und sonntags bietet das Marktcafé Kreuzer die Kinderbackstube an. Hier dürfen die kleinen Kekse ausstechen und verzieren.

Mit guten Gesprächen und Glühwein lassen wir den schönen Tag auf dem Adventsmarkt ausklingen.

Kekserlbacken

Nach einer geruhsamen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück ist Kekserlbacken angesagt. Im Marktcafe Kreuzer begrüßen uns Josefa und Grete.

Während aus dem Radio Weihnachtslieder trällern, beginnen wir, den Teig auszurollen und Plätzchen auszustecken. Zu meiner Freude entdecke ich eine Hasenform und beginne, kleine Berghasenplätzchen zu produzieren. Am Ende verzieren wir die Kekserl noch mit bunten Zuckerstreuseln und silbernen Kügelchen. Spätestens jetzt bin ich in Weihnachtsstimmung. 15 Minuten backen die Leckerein im Ofen, danach habe ich eine Dose mit frischen Plätzchen in der Hand.

Das Keksebacken wird jeden Samstag, Sonntag und an Feiertagen im Marktcafe Kreuzer kostenlos für Kinder angeboten.

Hinweis: Wir wurden vom Salzburger Land kostenlos nach Großarl eingeladen. Weitere Infos zu Weihnachten in Salzburg findet ihr hier: www.grossarltal.info

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