Klettersteige Touren

Klettersteig-Check: Drachenwand am Mondsee

Wie ein Wächter thront die Drachenwand am Ufer des Mondsees. Es gibt viele Gründe, warum sie Kletterer magisch anzieht.

Erreichbarkeit

Über die A1 ist die Drachenwand in St. Lorenz am Mondsee sowohl von Salzburg als auch von Oberösterreich aus schnell erreichbar. Geparkt werden kann beim Gasthof Drachenwand direkt unterhalb des markanten Berges, dessen Silhouette dem Anreisenden bereits auf der Autobahn ins Auge sticht.

Der Zustieg führt vom Parkplatz aus über einen flachen Steig durch den Wald am Fuße der Drachenwand. Nach etwa 20 Minuten gelangt man gut aufgewärmt zum Einstieg.

Panorama

Ein Großteil der Besucher pilgert nicht zuletzt aufgrund der fantastischen Aussicht zur Drachenwand. Während man bei einer Wanderung über den Normalweg das vollkommene Panorama erst am Gipfel genießen kann, kommen die Klettersteiggeher schon beim Aufstieg voll auf ihre Kosten.

Bereits nach den ersten 100 Höhenmetern verlässt man den schützenden Wald und begibt sich in senkrechtes Gelände. Hinter den letzten Baumwipfeln tauchen langsam der Mond- und der Attersee auf. Bald hat man uneingeschränkte Sicht auf das Salzkammergut.

Die Blätter und Nadeln der umliegenden Wälder leuchten im Herbst in Rasta-Farben. Rote, gelbe und grüne Farbnuancen mischen sich mit dem Blau des Wassers im Mond- und Attersee. Wie ein dünner Schleier liegt bis über die Mittagsstunden Nebel über den Seen.

Ein Freiheitsgefühl der besonderen Art erfährt der Kletterer beim Überschreiten der Hängebrücke. Der wippenden Untergrund, ein sanftes Lüftchen vom See herauf und die freie Sicht nach allen Seiten machen diesen Ort zum Highlight der Tour. Besser wird es nur noch am Gipfel, wenn der Berg sein letztes Geheimnis preisgibt: das Drachenloch.

Herausforderung

Eine große Herausforderung ist der Drachenwand-Klettersteig nicht. Gute Kondition und Erfahrung im Klettersteiggehen sind jedoch Voraussetzung. Die Route präsentiert sich nie wirklich schwierig, allerdings sind auch selten sehr einfache Stellen anzutreffen. Die Schwierigkeit der Tour liegt zwischen B und C, wobei das Gelände stets ansteigt und man schnell Höhenmeter macht. Der durchschnittliche Klettersteiggeher benötigt rund zwei Stunden, um die Wand zu durchsteigen – Rastplätze sind vorhanden.

Frequentierung

Auf der Drachenwand ist immer was los. Von Mai bis November wird man sich selten alleine in der Wand wiederfinden – unabhängig von Tageszeit und Witterung. An der Einstiegsleiter und der Hängebrücke kann es an schönen Tagen schon mal zu Wartezeiten kommen. Dazwischen bieten sich aber immer wieder Stellen zum Überholen an, sollte der Vordermann das Tempo zu sehr drosseln. Die Hängebrücke kann übrigens über eine Variante (D) umgangen werden. Eine Option für alle, die nicht im Stau stehen wollen oder auf den wackeligen Untergrund verzichten können.

Gipfelpanorama

Absicherung

Der Klettersteig wird vorbildlich abgesichert und gewartet. Die Fixseile sind gut verankert, die Abstände der Segmente nicht zur kurz oder zu weit. An den schwierigen Stellen, an denen sich der Fels sehr glatt präsentiert, wurden Stifte als Tritthilfen angebracht, um den Aufstieg zu erleichtern. Auch die Stifte sind stets gut verankert und geben beim Auftreten wenig bis gar nicht nach.

Alles in allem eine lohnende Tour, mit einer Aussicht, die man anderswo lange suchen muss.

1 comment on “Klettersteig-Check: Drachenwand am Mondsee

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