Skitouren Touren

Schlenken: Anfänger-Skitour in Stadtnähe

Du suchst eine einfache Skitour in der Nähe der Stadt Salzburg? Wir haben etwas für dich!

Inmitten der westlichen Osterhorngruppe ist der Schlenken schon als Erscheinung eine herausragende Gestalt. Sein freier Gipfelhang schreit förmlich danach, ihn mit Skiern zu befahren. Kein Wunder, dass dieser leicht erreichbare Berg einer der beliebtesten Tourenziele rund um Salzburg ist.

Ein Geheimtipp ist der Schlenken (1.648 m) also keiner. Trotzdem besitzt der Berg noch weniger bekannte Seiten. Während die meisten Tourengeher in Zillreith (Krispl) starten, steigen wir über die Südseite von Vigaun auf. Zum Ausgangspunkt der Tour gelangt man über die Innere Rengerbergstraße. Kurz vor den Wurzer Bauern befinden sich entlang der Straße einige Parkplätze. Den GPS-Track findet ihr unter dem Artikel.

Eine Anfängertour – warum?

Natürlich treten den Schnee am Schlenken nicht nur Anfänger platt. Einheimische und Tourengeher, die regelmäßig im Tennengau unterwegs sind, schätzen den Gipfel als schnelles Ziel vor oder nach der Arbeit. So auch ich heute. Als ich mein Auto am Parkplatz abstelle, bleiben mir genau zwei Stunden. Denn ich will pünktlich zu Vorlesungsbeginn an der Uni einzutrudeln.

Hastig mache ich die ersten Schritte. Nachdem ich meinen Gangrhythmus für heute gefunden habe, beginnen meine Gedanken um diese Tour zu kreisen. Der Gipfel hat so viele Vorzüge, die ihn speziell für Skitourenanfänger anziehend machen.

Man muss nur wenige Höhenmeter überwinden – 630 an der Zahl. Spätestens nach zwei Stunden steht selbst der langsamste Skitourengeher am Gipfel. Der Hang besitzt eine homogene Neigung und ist nicht ausgesetzt, sofern man den Südanstieg wählt. Perfekt für die ersten Abfahrten im freien Gelände. Da der Schlenken ein beliebter Skitourenberg ist, sind fast immer mehrere Aufstiegsspuren angelegt. Und anders als auf einer Pistentour erreicht man einen richtigen Gipfel mit wirklich grandioser Aussicht.

Variantenreicher Aufstieg

Auf den Schlenken führen mehrere, unterschiedlich anspruchsvolle Aufstiegsvarianten. Wer es ganz gemächlich angehen will, kann bis zu den Schlenkenalmen über den Forstweg aufsteigen. Alle übrigen kürzen in Spitzkehren durch den Wald ab, oder wählen die direkte Linie, die von ungeduldigen Tourengehern (wie mir) steil an den überflüssigen Spitzkehren vorbeizieht.

Ein paar Mal kreuze ich so die Forststraße, die hinauf zu den Schlenkenalmen führt, bis ich nach etwa 30 Minuten den Wald verlasse und freies Almgebiet betrete.

Knackiges Ende

Frei und merklich steiler liegt der Südhang des Schlenkens vor mir. Hier entscheide ich mich für die Spitzkehren und durchkreuze das Schneefeld in langen Quergängen. Zeit genug, das phantastische Panorama auf mich wirken zu lassen. Tief unten das Salzachtal. Gegenüber der Hohe Göll. Seine Ostwand – respekteinflößend. Rechts daneben der Untersberg.

Der Gipfelanstieg ist für Anfänger sicherlich jener Teil der Tour, der am meisten fordert. Die langgezogenen Spitzkehren zehren an den schwindenden Kräften. Das bergseitige Bein – schnell Opfer von Krampfanfällen. Da kommt die nächste Spitzkehre und damit der Seitenwechsel gerade recht.

Dieses ideale Übungsgelände setzt sich bis zum Gipfel hin fort. Oben angekommen darf man schon ein wenig stolz auf sich sein. Für ein gutes Gefühl sorgt auf jeden Fall ein Blick in die umliegende Gebirgslandschaft. Dachstein, Tennengebirge, Berchtesgadener Alpen – das Antlitz gewohnter Begleiter auf vielen meiner Touren.

Abfahrtsgenuss

Während unten im Tal die Hektik tobt, Autoschlüssel in Zündschlössern umgedreht und Gaspedale gedrückt werden, um pünktlich zur Arbeit zu kommen, ziehe ich die Felle ab. Die Schnallen meiner Skischuhe klacken, der Wind bläst mir um die Ohren. Meine Schuhe rasten in die Bindung ein und ich ziehe die ersten Schwünge. So muss das Leben sein!

Auf dem breiten Gipfelhang hinunter zu den Schlenkenalmen verstecken sich meist irgendwo noch unverspurte Schneeflecken. Ich werde fündig und ziehe lange Kurven durch kristallenen Pulverschnee. Dann tauche ich in den Wald ein und fahre entlang der Aufstiegsspur zurück zum Wurzer Hof.

Experten können auch über das Nigelkar oder die Schlenkenrinne abfahren. Achtet bei diesen Varianten bitte auf die erhöhte, geländebedingte Lawinengefahr.

Tourdaten

  • Höhenmeter: 630
  • Länge: 2,6 Kilometer
  • Dauer: 45 Minuten bis 2 Stunden
  • Für Anfänger geeignet

2 comments on “Schlenken: Anfänger-Skitour in Stadtnähe

  1. Das klingt super! Ich bin auch absoluter Anfänger, habe mich aber von meinem Freund zu einem Winterurlaub in Sölden überreden lassen, Ich bin schon gespannt, freue mich aber auch 🙂

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