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Kamplbrunn: Skitour auf den kleinen Bruder der Bischofsmütze

Das Kampl (2.050 m) ist neben dem Stuhlloch oder dem Strichkogel der Tourenklassiker im Gosaukamm. Wen wundert’s, lockt die Umgebung doch mit dem Anblick schroffer Berggipfel, verschneiter Almen und sanft abfallender Hänge.

Übers Losegg oder die Mahdalm

Aufs Kampl kommt man auf vielen Wegen. Die am häufigsten begangenen Varianten sind jene über die Losegg- oder die Mahdalm. Beide haben denselben Ausgangspunkt: den Mauerparkplatz in Annaberg. Die Almen sind von dort aus gut beschildert, da sie auch im Sommer Wanderer anziehen.

Hat es im Winter wenig geschneit (so wie heuer), empfiehlt sich der Aufstieg über die Forststraße. Bei genügend Schnee nehmen wir die Abkürzungen durch den Wald. Die Tour startet also gemächlich, nach etwa 30 Minuten lichtet sich der Wald. Mit jedem Schritt wird das Panorama rund herum beeindruckender – der Gipfel der Bischofsmütze ragt schon über die Baumwipfel empor und hinter unserem Rücken wächst das Tennengebirge in die Höhe.

Bald erreichen wir die Ledringalm. Hier müssen wir uns entscheiden: Variante Losegg oder Mahdalm? Wir entscheiden uns heute fürs erstere und queren deshalb nach links hinüber. Wer über die Mahdalm aufsteigen will, nimmt einfach weiterhin den Hügel in Angriff und gelangt dann über den Mahdriedel ins Kar, das aufs Kampl führt.

Aus dem Graben ins Licht

Kurz vor der Loseggalm fällt der Weg etwas ab, bevor wir durch einen Graben weiter die Bischofsmütze anpeilen. Sanfte Hügel säumen den weitläufigen Hang, der jetzt schon Lust auf die Abfahrt macht. Die ersten Sonnenstrahlen streifen den Rücken des Mahdriedels und lassen das Kar in einem warmen Licht schimmern. Wir umgehen den Mahdriedel links, bis von dort die Spur der zweiten Variante einmündet. Wieder vereint steht nun der knackige Teil der Tour bevor. Das Gelände wird steiler, flache Passagen bleiben aus. Dieser Abschnitt stellt aber selbst für Anfänger kein Problem dar.

Arm in Arm mit der Bischofsmütze

Die Bischofsmütze scheint nur mehr eine Armlänge entfernt zu sein – doch dieses Gefühl trügt. Der Weg nach hinten aufs Kampl zieht sich ziemlich in die Länge. Die Dauer der Tour bekommen wir allerdings gar nicht mit, weil uns die Umgebung dermaßen in ihren Bann gezogen hat. Plötzlich stehen wir vor einem kurzen Grat, rechts davon glänzt bereits das Kreuz der Kamplbrunnspitze im Sonnenlicht.

Der Innbegriff der perfekten Abfahrt

Oben angekommen verziehen sich unerwartet alle Wolken. Das Ende eines Traumtages? Noch nicht! Die Abfahrt war nämlich die Erdbeere (viel leckerer als diese Kirschen) auf den Sahnehäubchen. Auf den breiten Hängen hat man einfach unendlich viel Platz und kann sich seine Linie individuell aussuchen. Die Steilheit des Geländes fällt so aus, dass man Schwung auf Schwung zügig durch den Pulver wedeln kann. Wer höheres Tempo liebt kann seine Kurven hier sogar schön lang ziehen. Natürlich war die Abfahrt viel zu kurz. Mit einem breiten Grinser im Gesicht bremst uns die ansteigende Straße an der Loseggalm sanft ab.
Von hier aus fahren wir entlang der Aufstiegsspur ab, wahlweise durch den Wald oder über die schneesicherere Forststraße bis wir wieder auf den Parkplatz treffen.

Tourdaten:

  • Höhenmeter: 855 m
  • Aufstiegszeit: 2,5 Stunden

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