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Aufi Brettl’n und owi Wedl’n

Die wichtigsten Spielregeln für das Aufsteigen und Abfahren beim Tourengehen.

In meinen letzten Artikeln zum Thema Sicherheit am Berg habe ich mich damit beschäftigt, wie man Touren richtig plant und Gefahrenzeichen für Lawinen erkennen lernt. Heute wollen wir uns ansehen, was wir konkret beim Aufstieg und beim Abfahren im freien Gelände beachten müssen.

Die Sache mit der Hangsteilheit

60° steile Hänge, bedeckt mit lockerem Pulverschnee. Ein Freerider, der mit breiten Latten an meterhohen Spines nach unten zieht. Für den gewöhnlichen Tourengeher ein Wunschtraum, wenn er etwas auf sein Leben hält.

Die Wahl des Geländes spielt eine entscheidende Rolle, wenn man den Berg sicher hoch und wieder runter kommen will. Die Einschätzung der Hangneigung ist die elementare Reduktionsmethode zur Vermeidung von Lawinen.
Je nach Höhe der Lawinenwarnstufe gibt es Empfehlungen, welche Hangneigung nicht überschritten werden soll. Sofern keine anderen Gefahrenzeichen zu erkennen sind, versteht sich.

Gänsemarsch ade!

Wir alle kennen diese Schauergeschichten, oder erinnern uns noch an gewisse Aufreger aus dem letzten Tourenwinter: Gruppen aus zehn oder mehr Personen, die bei Lawinenwarnstufe 3 im Gänsemarsch ohne Abstand über 30° steile Hänge stapfen. Gefährliche und peinliche Situationen wie diese wollen wir uns nicht nachsagen lassen. Deshalb: Haltet beim Aufstieg in Steilhängen (≥ 30°) Entlastungsabstände von zehn Metern ein. So reduziert ihr die Belastung auf die Schneedecke und steigert den Komfort bei Spitzkehren.

Die Abfahrt richtig auskosten

Befahrt den Hang eurer Wahl grundsätzlich in einem Abstand von mindestens 30 Metern und wedelt sehr steile Hänge (≥ 35 °) einzeln hinunter.

Stürze bei der Abfahrt sind die häufigste Unfallursache auf Skitouren. Für die Schneedecke bedeuten sie zudem eine große Zusatzbelastung. Eine gute Skitechnik und eine dem Können angepasste Geschwindigkeit, reduzieren das Risiko.

Nützt während der Abfahrt günstige Geländeformen wie Rücken oder Terrassen und meidet schmale Rinnen und Kessel – Lawinen entkommt man dort nämlich eher schwer.

Nicht ohne meinen Buddy

Im freien Gelände bewegt man sich am besten in kleinen Gruppen. Idealerweise zu zweit oder zu viert – so können immer zwei ein Auge aufeinander haben. Die beiden Buddies sollten etwa gleich starke Skifahrer oder Snowboarder sein und ihre Entscheidungen gemeinsam treffen. Für die Dauer der Tour übernehmen sie die Verantwortung füreinander.

Die Buddies suchen sich ihre Line und Sammelpunkte zusammen aus und beobachten stets, wo der Partner gerade fährt. Der Beobachtungsplatz gibt idealerweise Einsicht in den Großteil der Route und befindet sich an einem geschützten Ort.

Verantwortungsbewusste Buddies fahren nie zur gleichen Zeit los, halten Entlastungsabstände ein und gehen am Ende des Tages gemeinsam auf ein Bier – oder drei.

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