Klettersteige Touren

Klettern mit Seeblick am Mahdlgupf-Klettersteig

Die Region um den Attersee hat ihre Bekanntheit vor allem dem Wassersport zu verdanken. Hin und wieder lohnt es sich aber, das Salzkammergut von oben zu bestaunen. Der Mahdlgupf-Klettersteig bietet einen der spektakulärsten Wege, um an Höhe zu gewinnen.

Das Panorama hart erkämpfen

Ein Spaziergang ist es über den Klettersteig auf den Mahdlgupf freilich keiner. Der Bergsteiger überwindet auf 1200 Klettermetern rund 600 Höhenmeter. Die Betreiber rechnen alleine für den Klettersteig mit einer Aufsteigszeit von etwa 3,5 Stunden. So pessimistisch müssen erfahrene Kletterer nicht sein – wir standen nach zwei Stunden am Gipfel, inklusive eines dreißigminütigen Zustiegs, allerdings ohne Wartezeiten und mit nur einer kurzen Trinkpause.

Die körperlichen Anforderungen, die die Länge und Steilheit des Klettersteiges mit sich bringen, sind trotzdem nicht zu unterschätzen. Mehrer überhängende Passagen verlangen bis zum Schluss Kraft in den Armen und Beinen, die kleinen Tritte erfordern stetige Konzentration des Kletterers. Kurz vor dem Gipfel macht es einem die „Schlusswand“ nochmals schwer: hier wartet eine D-Stelle, für die man sich ein paar Kraftreserven aufsparen sollte.

Die Wand ist westseitig ausgerichtet, wodurch der Klettersteig auch an Nachmittagen im Herbst noch schön in der Sonne liegt. Der untere Abschnitt ist aber wegen Nebels häufig feucht und rutschig.

Klettern und Staunen

Wer der Herausforderung gewachsen ist, den erwartet ein unvergessliches Bergerlebnis. Wer seinen Blick von der steilen, ausgesetzten Wand über den Attersee schweifen lässt, kommt sich fast unwirklich vor. Die Übergänge sind abrupt und kontrastreich – die sanften Farben des Sees und der Wälder treffen auf die schroffe, kühle Wand, an der sich die Kletterer Stück für Stück nach oben arbeiten. Teilweise überwinden sie fast senkrechte Wandabschnitte, die mit Stiften versehen wurden, um fehlende, natürliche Tritte zu ersetzen. Nach den anstrengenden Passagen steht einem der Schweiß auf der Stirn – ein Blick über den See lohnt sich dann umso mehr.

Lockeres Gestein in den oberen Passagen macht das Finale des Klettersteiges nochmals spannend. Hier sollte man besonders vorsichtig ans Werk gehen, um nachkommende Kletterer nicht zu gefährden.

Warum nicht baden?

Wenn man einmal weiß, wie zauberhaft eine Seenlandschaft von oben wirkt, will man nie wieder unten bleiben. Besonders der Attersee mit seinem türkis-blauen Wasser sticht, aus der Vogelperspektive betrachtet, eindrucksvoll aus der Hügellandschaft des Salzkammergutes hervor.

Und: Eine Abkühlung ist nach etwas Anstrengung gleich um ein Vielfaches angenehmer. Am Besten blickt man nach der Tour vom Strandbad in Unterach am Attersee auf die soeben durchstiegene Wand.

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